Die südlichen Bundesstaaten führen in der Milchproduktion, wie hier in Ouro Preto, Minas Gerais / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Andrevruas

Die südlichen Bundesstaaten führen in der Milchproduktion, wie hier in Ouro Preto, Minas Gerais / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Andrevruas

Brasiliens Produzenten von tierischen Produkten wie Eier und Milch sowie von Fleisch von Hühnern, Rindern und Schweinen haben einen großen Vorteil gegenüber anderen Produzenten. Ihre Nachfrage ist sehr unelastisch Krisen gegenüber und sie sind vor allem abhängig vom internen Markt in Brasilien – und somit nicht so stark von internationalen Krisen. Denn auch wenn die Zahlen zur Hühner und Rinderproduktion beeindruckend sind, ein Großteil der brasilianischen tierischen Produktion landet auf heimischen Tellern.

Die Produktion von Eiern und Hühnern ist stark in der Region São Paulo und dem angrenzenden Bundesstaat Paraná konzentriert, welche zusammen bei beiden Kategorien um die 40 Prozent der nationalen Produktion abdecken. Gewachsen ist die Produktion von Eiern in 2011 um 4,5 Prozent. Bei der Produktion von Hühnern ist ein Wachstum um 2,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Stück in 2011 zu verzeichnen gewesen. Damit kommen auf jede/n Bewohner/in Brasiliens pro Jahr in etwa sieben produzierte Hühner, ohne den Export zu berücksichtigen. Auch in anderen Bereichen der Geflügelproduktion gab es in 2011 Zuwächse.

Die Produktion von Milch nahm zwischen 2010 und 2011 um rund 4,5 Prozent zu. Insgesamt wurden damit in 2011 rund 32,1 Milliarden Liter Milch in Brasilien produziert. Auch in diesem Bereich dominieren die südlichen Bundesstaaten die Produktion. Der Bundesstaat Minas Gerais allein ist für rund ein Viertel der gesamten nationalen Milchproduktion verantwortlich. Gesteigert werden konnte die Produktivität ebenso. Der nationale Durchschnitt betrug 1.328 Liter je Tier, den die Bundesstaaten im Süden mit Produktivitäten bis zu Spitzen von 8.000 Liter je Tier mehr als vervierfachten. (mas)