Finanzminister Joaquim Levy glaubt nicht, dass die Investoren durch das Verfahren abgeschreckt werden. / Copyright: Agência Brasil

Nach Einschätzung von Finanzminister Joaquim Levy führt das Verfahren zur Amtsenthebung gegen Dilma Rousseff nicht zu einer Verunsicherung der Investoren oder gar dazu, dass sich diese von Brasilien abwenden würden.

„Der Grund dafür sind nicht nur Pläne der Regierung, sondern auch gute Instrumente, die mit der Bevölkerung geschaffen werden, die zeigen, auf welchem Weg sich die Regierung befindet, wozu sich die Regierung verpflichtet hat. Deshalb bin ich überzeugt, dass das Verfahren keine Auswirkungen auf die Beziehung zu den Investoren hat. Es ist vielmehr eine Motivation, für mehr Transparenz zu sorgen“, so Levy während eines Treffens mit Unternehmern beim brasilianischen Verband für Infrastruktur und Basisindustrien (Abdib).

Weiter erklärte der Minister, dass die politische Instabilität sich bereits auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausgewirkt habe, die Eröffnung des Verfahren zur Amtsenthebung helfe aber, die Unsicherheiten zu beseitigen, die seit mehrere Monate über der Regierung schwebten und auch  Auswirkungen auf die Wirtschaft hätten.

Während des Unternehmertreffens beim Abdib präsentierte der Minister zudem einen Gesetzesentwurf, mit dem Investitionen in große Infrastrukturprojekte erleichtert werden sollen. Laut Levy soll der Entwurf stabile Rahmenbedingungen schaffen, die die Basis für ein Wachstum der Wirtschaft bilden und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessern. (ls)

Quelle: Agência Brasil