Die Beteiligung der brasilianischen Bevölkerung an der 18. LGBT-Parade war sehr hoch / Copyright: Agência Brasil
Die Beteiligung der brasilianischen Bevölkerung an der 18. LGBT-Parade war sehr hoch / Copyright: Agência Brasil

Die Beteiligung der brasilianischen Bevölkerung an der 18. LGBT-Parade war sehr hoch / Copyright: Agência Brasil

Tausende von Menschen nahmen gestern (13.10.) an der 18. LGBT-Pride Parade (steht für Lesben, Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender) am Strand der Copacabana in Rio de Janeiro teil. Eine riesige Regenbogenfahne, die Symbol für den Kampf für Rechte Homosexueller ist, wurde an der Avenida Atlântica präsentiert.

Laut Júlio Moreira, Organisator der Parade und Vorsitzender der NGO Arco-Íris („Regenbogen“), würde die Veranstaltung seit dem Beginn im Jahr 1995 eine wichtige Rolle für den Kampf für mehr Rechte Homosexueller spielen. Trotz großer Fortschritte läge allerdings noch ein weiter Weg vor ihnen, so Moreira. „Wir haben es geschafft, politische Maßnahmen und Aktionen durchzusetzen, wie Zentren für den Kampf gegen Homophobie, das Programm „Brasilien ohne Homophobie“ (Programa Brasil sem Homofobia) sowie Räte, die für die Überwachung öffentlicher Politiken verantwortlich sind.“ Allerdings gäbe es noch viele Forderungen der Menschen, so zum Beispiel Maßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung, das sogenannte PLC-Projekt 122 (Projeto de Lei da Câmara). Des Weiteren will die Gemeinschaft auch die öffentliche Anerkennung der sozialen Begriffe Transvestiten und Transsexuellen, erklärte Moreira.

An der Parade nahmen beispielsweise bekannte Sänger teil wie Pepê und Neném. Laut den Sängerinnen seien solche Veranstaltungen wichtig, damit die Gesellschaft Homosexuelle respektiert. Außerdem besuchten heterosexuelle Paare und Familien mit Kindern die Parade. Auch Kinder sollen ohne Vorurteile aufwachsen, so bekundeten einige der Teilnehmer. (ds)