Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota bekundete nach seinem Treffen mit dem stellvertretenden Premierminister für Wirtschaft und Entwicklung, Abdulsalam Al Mahdi Al Qadi, dass brasilianische Unternehmen an der Rückkehr nach Libyen Interesse hätten / Copyright: Agência Brasil
Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota bekundete, dass brasilianische Unternehmen an der Rückkehr nach Libyen Interesse hätten / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota bekundete, dass brasilianische Unternehmen an der Rückkehr nach Libyen Interesse hätten / Copyright: Agência Brasil

Die libysche Regierung äußerte kürzlich ihr Interesse an der Rückkehr brasilianischer Unternehmen, die sich während der Diktaturzeit unter Muammar Khadafi, der das Land 42 Jahre lang regierte, aus Libyen zurückgezogen hatten. Darunter befinden sich vor allem das Erdölunternehmen Petrobras, Odebrecht (Ingenieurwesen, Chemie, Infrastruktur, Logistik) und Queiroz Galvão (Bauwesen, Ingenieurwesen, Umwelt etc.).

Der stellvertretende Premierminister für Wirtschaft und Entwicklung, Abdulsalam Al Mahdi Al Qadi, traf sich gestern (17.04.) zu einem gemeinsamen Mittagessen mit dem brasilianischen Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel. Anschließend fand ein Treffen mit dem Außenminister Antonio Patriota statt. Laut des Außenministeriums hätten einige Unternehmer bereits ihr Interesse daran geäußert, in das afrikanische Land zurückzukehren. Patriota teilte auch mit, dass eine Unternehmenskommission bis Ende des Jahres nach Libyen geschickt werden soll.

Außer an wirtschaftlicher Zusammenarbeit sei Abdulsalam Al Mahdi Al Qadi auch an Partnerschaften in der Politik und im Handel mit Brasilien interessiert. Die libysche Regierung möchte die Investitionen Brasiliens ins Land erhöhen, vor allem im Bauwesen, im Erdölsektor, in der Lebensmittelindustrie sowie in Krankenhausausstattungen. Libyen sehe Brasilien als wichtigen Partner in einem Prozess auf dem Weg in die Demokratie. (ds)