Straßen wurden durch die Streiks teilweise komplett blockiert. / Copyright: Agência Brasil

Lastwagenfahrer haben sich am Montag (09.11) zu insgesamt 48 Demonstrationen auf verschiedenen Bundesstraßen des Landes versammelt. Fünf der Demos führten zum totalen Stillstand auf den Straßen, bei 23 Veranstaltungen waren die Straßen teilweise blockiert und bei den übrigen 20 gab es keine weiteren Beeinträchtigungen des normalen Verkehrs. Dabei fanden die meisten Demos in Rio Grande do Sul statt. Auch am Dienstag (10.11) gingen die Proteste weiter. Um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen, verbrannten einige Demonstranten dabei Reifen, andere blockierte Bauarbeiten.

Die Fahrer demonstrierten gegen die Regierung Rousseffs und forderten die Absetzung der Präsidentin. Zudem verlangten sie eine Reduzierung der Preise für Dieselkraftstoff und eine Tabelle mit Mindestpreisen für den Güterverkehr. Allerdings hatten sie bis zum Dienstagabend noch keine offzielle Liste mit ihren Forderungen eingereicht, wie es aus Brasília hieß.

„Man kann keine Forderungen präsentieren, wo es im Kern um die Absetzung der Regierung geht. Bei einem Streik geht es normalerweise um wirtschaftliche Fragen, soziale Fragen, normalerweise ist ein Streik daher auf ein Ziel ausgerichtet, auch wenn es sich um politische Angelegenheiten dreht. Ich habe noch keinen Streik erlebt, bei dem es hauptsächlich um die Abnutzung der Regierung ging“, erklärte Edinho Silva, Chef-Minister des Sekretariats für Gesellschaftskommunikation der Regierung. (ls)

Quellen: Agência Brasil und Globo