Rinder weiden im größten Sumpfgebiet Brasiliens, dem Pantanal. / Copyright: Wikimedia/ Anagoria
Rinder weiden im größten Sumpfgebiet Brasiliens, dem Pantanal. / Copyright: Wikimedia/ Anagoria

Rinder weiden im größten Sumpfgebiet Brasiliens, dem Pantanal. / Copyright: Wikimedia/ Anagoria

Republikanische und Demokratische Senatoren haben sich verbündet, um den US-amerikanischen Markt weiterhin für brasilianische Fleisch geschlossen zu halten. Acht Abgeordnete aus sechs US-Bundesstaaten – darunter Regionen mit großem Einfluss in der Viehzucht wie Montana, Kansas und Wyoming – haben einen Brief an den Sekretär für Landwirtschaft Thomas Vilsack geschickt, mit der Bitte, die Marktöffnung um 60 Tage nach hinten zu verschieben.

Der brasilianische Industrie-Verbund (Coalizão Industrial Brasileira), der die Interessen der Abiec (Verband der brasilianischen Fleischexporteure, portugiesisch: Associação Brasileira das Indústrias Exportadoras de Carne) in Washington vertritt, hat sich angesichts der Oferte bereits mit nahestehende Parlamentarier zum Import von brasilianischem Fleisch zusammengeschlossen. „Es gibt Abgeordnete in den USA, die Arbeitsplätze mit Erwerbstätigkeit schaffen wollen. Wir bitten daher, dass sich diese für die Marktöffnung aussprechen, da damit auch die Wirtschaft in den USA weiter angekurbelt wird“, erklärte die Vorsitzende des Industrie-Verbands Célia Feldpausch.

Mit Blick auf die Import-Gegner sagte Feldpausch, dass die Marktöffnung für unbehandeltes Fleisch aus Brasilien Regeln unterliege zum Handel, der Lebensmittelsicherheit und der Gesundheit der brasilianischen Tiere. „Gemessen an den gesundheitlichen Vorschriften verkauft Brasilien nur industriell verarbeitetes Fleisch in die USA“, so die Vorsitzende. Man sei sich der Gefahr bewusst, über die Einfuhr von unbehandeltem Fleisch auch die Maul- und Klauenseuche ins Land zu bringen. Doch bereits im vergangenen Dezember habe das US-amerikanische Veterinäramt bekannt gegeben, dass Brasilien über ausreichende Mittel verfüge, Fälle der Seuche vorzeitig zu erkennen und, falls nötig, sofort zu bekämpfen.“

Mit dieser Stellungnahme gehen die brasilianischen Geschäftsleute davon aus, dass die Marktöffnung bis Mitte diesen Jahres in Kraft tritt.  (ls)