Das brasilianische Militär fordert eine Lohnerhöhung von 30 Prozent / Copyright: Agência Brasil
Das brasilianische Militär fordert eine Lohnerhöhung von 30 Prozent / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Militär fordert eine Lohnerhöhung von 30 Prozent / Copyright: Agência Brasil

In der brasilianischen Regierung wird in diesen Tagen über einen Angleich des Lohns für Militärangestellte diskutiert. Die Verhandlungen werden zwischen dem Verteidiungsministerium und dem Finanzministerium geführt. In der letzten Debatte um die Lohnerhöhung einigte man sich auf eine Anhebung um 27,5 Prozent. In der aktuellen Verhandlung verlangt das Militär jedoch eine Erhöhung von 30 Prozent, die in den nächsten drei Jahren in drei Schritten ausgezahlt werden soll. Für das Jahr 2012 standen dem Verteidigungsministerium 64,8 Milliarden Reais (rund 25,2 Milliarden Euro) zur Verfügung. Wovon knapp 70 Prozent für die Gehälter des Personals ausgegeben werden.

Das größte Problem zwischen Finanz- und Verteidigungsministerium besteht momentan darin, dass die Militärangestellten eine Erhöhung in drei Schritten, wie sie das Finanzministerium geplant hat, nicht annehmen wollen. Sie fordern, dass der Lohn im ersten Schritt bereits deutlich angehoben wird. Die brasilianische Regierung würde die Lohnerhöhung des Militärs in den kommenden drei Jahren insgesamt zehn Milliarden Reais (rund 3,89 Milliarden Euro) kosten. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff zeigte sich trotz der hohen Summen zu der Erhöhung bereit. Auch der Bundespolizei soll eine Lohnerhöhung von 15,8 Prozent gegeben werden.

Vergleicht man den Anstieg der Gehälter verschiedener staatlicher Beschäftigungsverhältnisse zwischen 2002 und 2010 so lässt sich feststellen,  dass es den geringsten Anstieg beim Militär gab. Darauf folgt die Bundespolizei. Den größten Anstieg gab es bei Staatsanwälten und Diplomaten. (sg)