Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Besuch vom ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, dem Sieger des Internationalen Katalonienpreises / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Besuch des ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, dem Sieger des Internationalen Katalonienpreises / Copyright: Agência Brasil

Die autonome Regierung von Katalonien (Spanien) verkündete gestern (02.04.), dass der ehemalige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, Sieger des 24. Internationalen Katalonienpreises 2012 ist.

Zur Wahl standen 177 Persönlichkeiten aus 57 Ländern. Während der Preisverleihung äußerte sich Artur Mas, Präsident der katalonischen Regierung, dass die Wahl auf Lula fiel, da dieser während seiner zwei Mandate wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum Brasiliens beigetragen und sich stark im Kampf gegen die Armut eingesetzt habe.

Während der Feierlichkeiten wurde ein Brief von Lula da Silva verlesen, in dem er seine Freude und seinen Stolz über die Auszeichnung mitteilte: „Der Preis ist für mich eine Errungenschaft, der meine Überzeugung widerspiegelt, wie wichtig der Kampf für eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft ohne Hunger und Elend ist.“

Jurymitglied und Autor Xavier Rubert de Ventós lobte die Politik des ehemaligen Präsidenten ebenso. Lula hätte mit seiner Arbeit Brasilien zu Zeiten der Globalisierung wesentlich vorangebracht.

Der Internationale Katalonienpreis wird seit 1989 jährlich an internationale Persönlichkeiten aus der Politik, Wirtschaft und Kultur vergeben. Zu den Persönlichkeiten, die in der Vergangenheit ausgezeichnet wurden, gehören zum Beispiel der ehemalige Präsident der USA Jimmy Carter (2010), der Politiker Vaclav Havel (Tschechoslowakei) sowie der deutsche Politiker Richard von Weizsäcker (1995). (ds)