Kurz nach Bekanntgabe des Sieges von Dilma Rousseff vergangenen Sonntag gab Lula seine Bereitschaft zur Wiederwahl 2018 bekannt. / Copyright: Agência Brasil
Kurz nach Bekanntgabe des Sieges von Dilma Rousseff vergangenen Sonntag bekundete Lula seine Bereitschaft zur Wiederwahl 2018. / Copyright: Agência Brasil

Kurz nach Bekanntgabe des Sieges von Dilma Rousseff vergangenen Sonntag bekundete Lula seine Bereitschaft zur Wiederwahl 2018. / Copyright: Agência Brasil

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nur zwei Tage nach dem Ergebnis der Stichwahl zur Präsidentschaft, die die amtierende Präsidentin Dilma Rousseff (PT) am vergangenen Sonntag (26.10.) für sich entschied, soll der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT), kurz Lula, seine Bereitschaft zur Kandidatur für 2018 bekannt gegeben haben. Dies schrieb die Zeitung Folha de São Paulo am gestrigen Mittwoch (29.10.) unter Berufung auf Mitglieder der Regierungskoalition. In Gesprächen mit diesen soll Lula bekräftigt haben, dass er der Kandidat seiner Partei zur Wiederwahl sein werde.

Einige der von der Zeitung Folha befragten Politiker aus dem Umkreis von Lula hätten angegeben, der PT-Politiker habe von seiner Kandidatur bereits kurz nach Bekanntgabe des Wahlsiegs Dilma Rousseffs gesprochen. Intern, so heißt es in der Zeitung, betrachte die PT die Kandidatur Lulas bereits als etwas Offizielles, so die Folha. Mit Verweis auf Lulas Alter, der in vier Jahren 73 Jahre alt sein wird, schlossen die Koalitionäre aber nicht aus, dass es dennoch zu einer anderen Entscheidung kommen werde.

Mit der quasi offiziellen Bekanntgabe zur Wiederwahl bestätigen sich Gerüchte, die in dieser Präsidentschaftswahl nicht nur eine Wahl zu vier weiteren Jahren PT sahen, sondern bereits mögliche Siege Lulas 2018 und 2022 in Betracht zogen. Dies wäre eine Erklärung, warum die aktuelle Wahl so verbissen geführt wurde. Für beide politischen Lager steht damit eine Generation politischer Macht auf dem Spiel. (ms)