Zölle sollen fallen. Brasilien drängt Argentinien damit das Freihandelsabkommen zwischen Mercosur und der EU Ende Januar 2104 verbaschiedet wird. / Copyright: Agência Brasil
In diesem Monat verzeichnet Brasilien das geringste Handelsdefizit seit zwölf Jahren  / Copyright: Agência Brasil

Im Mai verzeichnete Brasilien den geringsten Handelsüberschuss für den 5. Monat eines Jahres seit zwölf Jahren. / Copyright: Agência Brasil

Laut neuster Erhebung des brasilianischen Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Außenhandel weist die Handelsbilanz für Mai dieses Jahres eines der geringsten Ergebnisse der vergangenen zwölf Jahre aus. Brasilien exportierte Waren im Wert von nur 712 Millionen US-Dollar mehr als es importierte. Für den Monat Mai ist das der geringste Handelsüberschuss seit 2002, als nur ein Wert von 384 Millionen US-Dollar erreicht wurde.

Im Vergleich zu Mai des vergangenen Jahres ist der Handelsüberschuss um 6,7 Prozent zurückgegangen. Obwohl die Bilanz zum dritten Mal in Folge einen Überschuss auswies, war dieser  nicht ausreichend, um das Defizit der Handelsbilanz über das Jahre auszugleichen. Von Januar bis Mai gibt es einen negativen Saldo in Höhe von 4,854 Milliarden US-Dollar. Das Defizit ist allerdings um 9,8 Prozent geringer als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Im Mai dieses Jahres exportierte Brasilien Waren in Höhe von 20,752 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 4,9 Prozent verglichen mit Mai 2013 im Tagesdurchschnitt. Die Importe beliefen sich auf 20,040 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 4,8 Prozent im Tagesdurchschnitt. Im Verlauf des Jahres verbesserte sich die Handelsbilanz, da die Importe stärker als die Exporte zurückgingen.

Von Januar bis Mai summierten die Verkäufe ins Ausland 90,064 Milliarden US-Dollar, 2,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum von 2013. Die Importe belaufen sich auf 94,918 Milliarden US-Dollar, mit einem Rückgang von 2,9 Prozent. Laut Angaben des Ministeriums sind die Importe durch den Anstieg des Dollars beeinflusst und die Exporte standen unter dem Einfluss der geringeren Verkäufe von Automobilen nach Argentinien sowie des Preisabfalls bei Rohstoffen. (ds)