Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega befürwortet Eurobonds / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega befürwortet Eurobonds / Copyright: Agência Brasil

Gestern (10.10.) äußerte sich der brasilianische Finanzminister Guido Mantega zur europäischen Finanzpolitik und hob hervor, dass die Maßnahmen, die Angela Merkel und Nicolas Sarkozy am vergangenen Wochenende angekündigt haben, eine positive Wirkung auf die Märkte haben werden. Mantega bezog sich auf die Rekapitalisierung der Banken und die Bereitschaft, die Schuldenprobleme Griechenlands und anderer europäischer Länder zu lösen.

Jedoch betonte er, dass diese Schritte verspätet eigeleitet werden. „Die Europäer lassen mit Lösungen für die Krise lange auf sich warten“, erklärte der Minister. Während eines Treffens im Palast der Hochebene (Palácio do Planalto), dem Sitz der brasilianischen Präsidentin, betonte Guido Mantega, dass abgesehen von dem gezeigtem Wohlwollen Deutschlands und Frankreichs, die Märkte trotz allem starken Schwankungen unterliegen. Weiterhin denke er nicht, dass die Krise bereits überwunden sei.

Laut Mantega, werde das Vertrauen mit dem Beschluss des Eurobonds steigen, dieser werde einen erheblichen Beitrag zur Erholung der Weltwirtschaft leisten und die Märkte beruhigen. Allerdings bedarf diese Maßnahme die Zustimmung von 17 Parlamenten, noch steht das Einverständnis von Slowenien und Finnland aus. Außerdem erklärte der brasilianische Finanzminister, dass auch der Internationale Währungsfonds Hilfe für die verschuldeten Staaten Europas anbieten könne. Dieser Frage werde morgen während des Treffens der Finanzminister verschiedener Staaten in Paris nachgegangen, an dem auch Mantega teilnehmen wird. (gp)