Brasiliens Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega ist derzeit auf Auslandsreise in Frankreich und hat sich gestern (19.09.) in Paris mit Wirtschaftsvertretern getroffen. Auf dieser Veranstaltung, bei der es um die Chancen und Möglichkeiten auf dem brasilianischen Markt ging, zeigte sich Guido Mantega gegenüber den Unternehmensvertretern überzeugt, dass die Inflation im Bereich der zweiprozentigen Bandbreite um die Zielgröße von 4,5 Prozent bleibt. Derzeit beträgt die Inflation akkumuliert für die letzten zwölf Monate 5,24 Prozent. In den letzten Monaten gab es immer wieder Anzeichen dahingehend, dass die Preissteigerung deutlich höhere Raten annehmen könnte, da die brasilianische Zentralbank die Zinsen immer weiter gesenkt hatte und so mehr und mehr Geld dem Markt zur Verfügung gestellt hat.

Gegenüber den europäischen Unternehmern bezog Guido Mantega auch klar Stellung, dass die brasilianische Regierung aktuell keine weiteren Maßnahmen plane, um die wirtschaftliche Entwicklung zu stimulieren. Er machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens eng mit der Entwicklung der internationalen Krise zusammenhänge. Deshalb zeigte er sich gegenüber den Unternehmern besorgt, denn die Situation in Europa verfestige sich und werde seiner Ansicht nach noch ein paar Jahre dauern, bis Europa wieder aus der Krise kommt.

Die nächste Station seiner Europareise führt den brasilianischen Finanzminister heute nach London, wo er an einer Konferenz über die internationale wirtschaftliche Entwicklung teilnehmen wird. (mas)