Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Guido Mantega, Finanzminister von Brasilien, sieht noch starke Wachstumspotenziale für Brasiliens Wirtschaft, die von der Regierung noch gezielt stimuliert werden können, um die gesteckten wirtschaftspolitischen Ziele der Regierung Dilma Rousseff auch zu erreichen. Wörtlich sagte Guido Mantega bei einem Treffen mit Wirtschaftvertretern, dass die Regierung noch „Patronen im Magazin („bala na agulha“) habe und diese gedenke auch abzufeuern, um die wirtschaftliche Entwicklung zu stimulieren.

Bei einem Treffen von Vertretern der Verbände aus allen wichtigen wirtschaftlichen Sektoren ging es vornehmlich darum, die derzeitige Lage auch unter dem hohen Kurs des US-Dollar für die brasilianische Wirtschaft zu bewerten. Der Vorsitzende der brasilianischen Vereinigung der Elektro- und Elektronikindustrie (Associação Brasileira da Indústria Elétrica e Eletrônica, kurz: Abinee), Humberto Barbato, erwartet wie viele andere Vertreter der Wirtschaft auch, dass die Importe stabil bleiben werden, die Exporte hingegen durch den für den Export vorteilhaften Kurs steigen werden.

Daneben war auch die Situation der Kredite ein Thema, bei der Guido Mantega den Wirtschaftsvertretern versprach, dass die Regierung weiter am Ball bleiben werde und alles unternehme, um die noch immer hohen Kreditkosten in Brasilien weiter abzusenken. Welche weiteren Patronen Guido Mantega noch im Magazin habe, um die wirtschaftliche Entwicklung auf Wachstumskurs zu halten, blieb auch nach dem Treffen unklar. Jedoch scheint die Regierung Dilma Rousseff gewillt, alles unternehmen zu wollen, damit ihre Wachstumsziele nicht gefährdet werden. (mas)