Mantega: Globale Krise als Chance für Brasiliens Reformen

05.07.2012 | Wirtschaft |

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Dem brasilianische Finanzminister Guido Mantega ist sein starker Optimismus für die positiven Aussichten der wirtschaftlichen Entwicklung Brasiliens nicht zu nehmen. Auch wenn sich die Anzeichen zu einer Abschwächung des Wachstums in Brasilien häufen und die Maßnahmen der Regierung zur Stimulation der wirtschaftlichen Aktivität von vielen Experten kritisch beäugt werden, der brasilianische Finanzminister ist davon überzeugt, dass die Zeichen für weiterhin hohes Wachstum sichtbar sind. Gestern (04.07.) gab Guido Mantega bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern bekannt, dass die bereits ergriffenen Maßnahmen der Regierung in der Wirtschafts- und Finanzpolitik bereits dazu führen, dass ein neues stabiles, deutliches Wachstum wie in 2010 zu erwarten sei.

Er verstand es auch, in seiner gestrigen Rede der schwierigen Situation Brasiliens in der derzeitigen globalen Krise durchaus etwas Positives abzugewinnen. Die Krise habe seiner Ansicht nach dazu geführt, dass Brasilien Reformen schneller umgesetzt habe, was die brasilianische Wirtschaft zukünftig wettbewerbsfähiger aus der Krise hervorgehen lasse. Die aktuelle Finanzpolitik, bei der es vor allem um eine Vergünstigung der Kredite und einem besseren Zugang zu Banken für Unternehmer und Privatkunden ging, ist nach seiner Ansicht eine Antwort auf die Krise. Auch die Anpassung des Wechselkurses zum Dollar, bei der die brasilianische Wirtschaft nun wettbewerbsfähiger ist, sei Teil des Maßnahmenpaketes.

Guido Mantega sprach von einem Wachstum von drei bis vier Prozent, das er für das zweite Halbjahr 2012 erwarte. Es komme ihm so vor, als wäre es 2009, in dem sich auch die Rahmenbedingungen so schnell geändert haben, dass letztlich die Phase in 2010 mit einem konstant hohem Wachstum entstehen konnte. (mas)


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