Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega lobte die Entscheidung des deutschen Parlaments, ein Gesetz zur Erhöhung der deutschen Garantien für den Euro-Rettungsschirm EFSF zu schaffen, um Ländern, die sich in der Wirtschaftskrise befinden, zu helfen. Laut Mantega müssten auch andere Länder der EU diesem positiven Beispiel folgen.

Es sei eine sehr positive Nachricht, denn man schaffe damit bessere Voraussetzungen für die EU, effektiv mit der Krise umzugehen, so Mantega. Er hoffe, dass auch die anderen europäischen Parlamente dieses Gesetz so schnell wie möglich genehmigen, das teilte der Minister gestern (29.09.) auf dem Weg zum „Palast der Hochebene“ (Palácio do Planalto, der Sitz der brasilianischen Präsidentin) mit, in dem er an einer Versammlung des Nationalen Rats für industrielle Entwicklung (Conselho Nacional de Desenvolvimento Industrial, kurz: CNDI) teilnahm.

Deutschland sei das elfte Land von den 17 Teilnehmern der Euro-Zone, das die Erhöhung des Euro-Rettungsschirms genehmigt habe. Jetzt stehen dem EFSF effektiv 440 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Länder Finnland, Spanien, Belgien, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal und Slowenien haben das Gesetz bereits genehmigt. Es fehlen noch sechs weitere Länder: Österreich, Zypern, die Slowakei, Estland, Holland und Malta.

Zu dem Rückgang des brasilianischen Bruttoinlandsproduktes von 4 auf 3,5 Prozent in diesem Jahr, den die Zentralbank Brasiliens angekündigt hatte, wollte sich der Finanzminister bis lang nicht äußern. (ds)