Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister, Guido Mantega, hat am Mittwoch (06.06.) mitgeteilt, dass der Rückgang der durchschnittlichen Inflation in Brasilien mehr Freiheiten lässt, eine flexiblerer Geldpolitik durchzuführen, das heißt eine Senkung von Zinsen und stärkerer Vergabe von Krediten.

Der brasilianische auf zwölf Monate berechnete Inflations-Index IPCA (Índice Nacional de Preço ao Consumidor Amplo) befindet sich im Mai bei unter fünf Prozent und wurde am Mittwoch vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) veröffentlicht.

Laut dem Minister wurden im Mai bereits Zinsreduktionen und eine stärkere Kreditvergabe festgestellt und beides werde im Juni weiterhin anzutreffen sein. Dies werde den Konsum und die Investitionen weiter ankurbeln. Außerdem sagte Mantega, dass die Regierung bereits Maßnahmen ergriffen habe, um die Kosten für private Investitionen weiter zu senken.

Der IPCA betrug im Mai 0,36 Prozent, im April 0,64 Prozent. Im Mai des Vorjahres lag er bei 0,47%. Auf zwölf Monate gerechnet liegt der IPCA in 2012 bei 4,99 Prozent.

Hinsichtlich der Autoverkäufe, die in den letzten Monaten stark zurückgegangen waren, lässt sich nach Aussagen des Finanzminister im Mai wieder ein Wachstum erkennen, obwohl die Maßnahmen der Regierung – insbesondere die Senkung der Steuer für industrialisierte Produkte (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) – erst in der letzten Woche des Monates gegriffen hätten. (tfb)