Finanzminister Guido Mantega über die Steuerentlastung der Grundnahrungsmittel / Copyright: Agência Brasil
Finanzminister Guido Mantega über die Steuerentlastung der Grundnahrungsmittel / Copyright: Agência Brasil

Finanzminister Guido Mantega über die Steuerentlastung der Grundnahrungsmittel / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega kommentierte gestern (11.03.), dass die Steuerbefreiung der Grundnahrungsmittel, die von der Präsidentin Dilma Rousseff am vergangenen Freitag (08.03.) bekanntgegeben wurde, beim Kampf gegen die Inflation eine große Hilfe sein wird. Laut Schätzungen Mantegas würde die Maßnahme sich zwischen 0,2 und 0,6 Prozent auf die Preisindizes auswirken.

Nach seinem Treffen mit Vertretern der Supermärkte und Lebensmittelindustrie, teilte der Minister mit, dass die Regierung besonders daran interessiert wäre, dass die Kunden von der Steuerentlastung so schnell wie möglich profitieren können. „Die Steuerbefreiung kommt vor allem der Bevölkerung zugute, die ein niedriges Monatseinkommen hat, und die einen Großteil ihres Einkommens durch den Kauf von Lebensmittel verliert.“

Es wird letztendlich bis zu zwei Wochen dauern, bis die Maßnahme vollständig durchgesetzt werden kann. Laut dem Präsidenten des brasilianischen Supermarktverbandes ABRAS (Associação Brasileira de Supermercados), Fernando Yamada, ist das die Zeit, die man braucht, bis die günstigeren Produkte der Anbieter im Einzelhandel ankommen und bis die neuen Preise errechnet werden. Trotz dieser Frist versicherte Yamada, dass bereits ab heute die ersten Preissenkungen stattfinden können. Die Preise von Fleischprodukten und Reinigungsmitteln werden bis zu sechs Prozent niedriger sein. Für weitere Produkte kann man von einer Reduzierung von drei Prozent ausgehen.

Für Mantega sei diese Maßnahme nicht nur ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Inflation, sondern würde sie auch den Konsum ankurbeln. „Wir versuchen immer wieder, mehr Ressourcen zugunsten des Konsumenten freizugeben, damit er weitere Möglichkeiten hat. Somit wird der Konsument mehr Geld zur Verfügung haben, um andere Produkte zu kaufen, wie zum Beispiel Lebensmittel, die keine Grundnahrungsmittel sind, oder sogar andere Konsumgüter mit einer längeren Lebensdauer.“ (ds)