Finanzminister Guido Mantega verteidigt die derzeitige Wirtschaftslage des Landes / Copyright: Agência Brasil
Finanzminister Guido Mantega verteidigt die derzeitige Wirtschaftslage des Landes / Copyright: Agência Brasil

Finanzminister Guido Mantega verteidigt die derzeitige Wirtschaftslage des Landes. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega hat am vergangenen Montag (25.08.) die wirtschaftliche Lage Brasiliens verteidigt. Laut des Ministers sei es nicht richtig zu sagen, dass Brasilien sich derzeit in einer Krise befände beziehungsweise die Wirtschaft des Landes stagniere. Anzeichen dagegen seien unter anderem die Vollbeschäftigung, die Wertschätzung an der Börse seit mehr als sechs Monaten und die Währungsstabilität.

Außerdem würde es bereits Faktoren geben, die zeigen, dass die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder wachse. Dabei würden die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder aufgenommen werden und es zu einem moderaten Wachstum kommen. Mantega zufolge sei die Erholung der Wirtschaft nach der Verlangsamung der Inflation möglich gewesen, die dazu führte, dass die Zentralbank geldpolitische Maßnahmen lockern konnte. Die Erhöhung des Basiszinssatzes und andere Maßnahmen seien allerdings nötig gewesen, um die Preissteigerungen, die aus der Dürreperiode des vergangenen Jahres resultierten, bekämpfen zu können.

Mantega betonte, dass vor allem auch in Betracht gezogen werden müsse, wie gut sich Brasilien in Anbetracht der internationalen Krise geschlagen hätte. „Wir setzten auf fallende Zinsen, auf die Senkung von Steuern, hielten den Wechselkurs und vermieden die übermäßige Aufwertung des Real“, so der Minister. Auch hätte Brasilien das Inflationsziel gehalten, man habe in den letzten zehn Jahren kein einziges Mal die Obergrenze überschritten. Die Rede Mantegas war eine Reaktion auf Kritiken seitens Journalisten, Wirtschaftsexperten und Analysten. (ds)