Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega äußerte sich am Freitag (16.12.), dass Brasilien im kommenden Jahr um ca. vier bis fünf Prozent wachsen werde. Für dieses Jahr schätze der Minister den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) unterhalb von 3,7 Prozent ein.

Der Industrieverband des Bundesstaats São Paulo (Federação das Indústrias do Estado de São Paulo, kurz: FIESP) hatte eher pessimistische Voraussagen gemacht und das Wachstum bei 2,6 Prozent angesetzt.

Laut Mantega könne man die Tendenzen verschiedenen Sektoren verdanken, so auch der Industrie, die sich 2011 besser als erwartet entwickelt hat.

Mantega hatte am Freitag an einer Veranstaltung des Wirtschaftsjournalismus (Curso Intensivo de Jornalismo Econômico) teilgenommen, die von der Zeitung O Estado de S. Paulo gefördert wurde, und einen Vortrag über die Wirtschaftskrise und die wirtschaftliche Situation Brasiliens im internationalen Rahmen gehalten.

Dabei kritisierte er noch einmal, dass Europa zu langsam Entscheidungen träfe, um der Krise entgegenzuwirken. Aufgrund dieser Verzögerungen würde die Krise auch andere europäische Länder, die USA sowie Schwellenländer erreichen. Dies würde verursachen, dass die Weltwirtschaft sich schlechter entwickele und ein größeres Risiko zu Rezessionen in den Schwellenländern entstehe.

Des Weiteren sprach Mantega über seine positiven Einschätzungen über Weihnachten dieses Jahres und bestätigte, dass die brasilianische Regierung einen Plan entwickele, der es vorsehe, Firmen des Automobilsektors zu unterstützen, die stärker in innovative Technologien investiert haben. Durch dieses Vorhaben werden die IPI-Steuern dieser Firmen auf industrialisierte Produkte (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) gesenkt. (ds)