Für das WM-Finalspiel erwartet Rio de Janeiro wieder tausende Touristen / Copyright: Agência Brasil
Vor zwei Tagen stürmten chilenische Fans das Maracanã-Stadion, weshalb nun die Sicherheitsbestimmungen überdacht werden sollen / Copyright: Agência Brasil

Vor zwei Tagen stürmten chilenische Fans das Maracanã-Stadion, weshalb nun die Sicherheitsbestimmungen überdacht werden sollen. / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Donnerstag (19.06.) hat das lokale Organisationskomitee der Fußball-WM COL (Comitê Organizador Local da Copa do Mundo) mitgeteilt, dass es neue Maßnahmen gegen Sicherheitsprobleme im Maracanã-Stadion im Norden Rio de Janeiros geben werde. Einen Tag zuvor hatten 80 Chilenen versucht über den Pressebereich, das Stadion zu stürmen, um das Spiel Chile gegen Spanien zu sehen. Die Sicherheitsvorkehrungen sollen angepasst werden und auch die Uhrzeiten zur Blockierung des Zugangs zu den Stadien, die derzeit vier Stunden vor Beginn der Spiele stattfindet.

Laut Angaben des Leiters der Sicherheitsabteilung des COL, Hilário Medeiros, werden die Veränderungen der Sicherheitsbestimmungen bereits ab dem kommenden Sonntag (22.06.) gültig sein, wenn Russland gegen Belgien im Stadion spielt. „Wir arbeiten gerade daran, dass so etwas nicht wieder passiert. […] Wir müssen die Presse und die Journalisten schützen“, so Medeiros.

Auch der Leiter der Sicherheitsabteilung der FIFA, Ralf Mutschke, versicherte, dass mit daran gearbeitet werde, dass solche Vorfälle in den WM-Stadien nicht mehr passieren. Derzeit sei man noch dabei, die Situation zu analysieren. Thierry Weil, Leiter der Marketingabteilung der FIFA, informierte gleichzeitig darüber, dass sich die Dienstleistungen in den Stadien bereits im Vergleich zu den ersten Spielen verbessert hätten. „Wir werden weiter an den Dienstleistungen arbeiten. Es sind Brasilianer, die bestens geschult werden müssen. 30.000 Menschen arbeiten dabei Hand in Hand.“ (ds)