Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Marco Maia (links) / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Marco Maia (links) / Copyright: Agência Brasil

Auf der dritten Konferenz aller Präsidenten der G20-Parlamente, die heute (24.02.) in der Hauptstadt Saudi-Arabiens, Riad, stattfindet, wird der Präsident der brasilianischen Abgeordnetenkammer, Marco Maia von der Partei PT-RS, anwesend sein und Brasilien vertreten.

Themen der Versammlung sind: der globale Dialog zwischen den Kulturen, die Energiewende und nachhaltige Entwicklung sowie die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Maia werde, laut seines Beraterstabs, einen Input zur aktuellen Situation der Weltwirtschaft geben, in der er betonen werde, dass nach dem erneuten Zusammenbrechen der Wirtschaft, die Erholung derselben noch einige Jahre in langsamem Tempo voran gehen werde. Schuld daran sei die Komplexität des finanziellen und steuerlichen Ungleichgewichts in Europa.

Er werde außerdem auf die Leistungsfähigkeit der Schwellenländer innerhalb der globalen Wirtschaft hinweisen. Brasilien, welches wirtschaftliches Wachstum mit der Verteilung von Einkommen und der Reduzierung von sozialen Ungleichheiten kombiniere, werde hierbei als vorbildliches Beispiel fungieren. Ein Wachstum, welches durch das Prinzip der Erweiterung des internen Markts herbeigeführt wird: durch die Erhöhung des Mindestlohns erhöht sich die Teilhabe der Mittelstandsschicht am Konsum und vergrößert so den internen Markt. So sei es dem Land möglich gewesen, den Auswirkungen der Finanzkrise in den reichen Ländern zu entkommen, ohne dabei jedoch die volkswirtschaftliche Stabilität in Gefahr zu bringen, erläutert Maia. Auch diesen Gedanken, so der Beraterstab, werde Maia im Laufe der Konferenz mitteilen.

Weitere bilaterale Gespräche sind unter anderem zwischen Marco Maia und dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments sowie den Repräsentanten der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) geplant, mit dem Ziel, die Entwicklungspolitik der aufstrebenden Ländern zu diskutieren. (jv)



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