Eduardo Campos schloss Bündnisse in verschiedenen Bundesstaaten, die bislang nicht auf Zustimmung Marina Silvas gestoßen sind. / Copyright: Agência Brasil
Eduardo Campos schloss Bündnisse in verschiedenen Bundesstaaten, die bislang nicht auf Zustimmung Marina Silvas gestoßen sind. / Copyright: Agência Brasil

Eduardo Campos schloss Bündnisse in verschiedenen Bundesstaaten, die bislang nicht auf Zustimmung Marina Silvas gestoßen sind. / Copyright: Agência Brasil

Der plötzliche Abgang des Präsidentschaftskandidaten Eduardo Campos aus dem Wahlkampf hat Unsicherheit über die Bündnisse seiner Partei in den Bundesstaaten hervorgerufen, in denen die Präsenz des Ex-Gouverneurs fundamental für die Festigung der Vereinbarungen vor Ort war.

Unter seinen Verbündeten bekannt für seinen versöhnlichen Stil und seine Fähigkeiten sich auszudrücken schloss Campos persönlich Vereinbarungen, die geschwächt werden, sollte Marina Silva, die Vize-Präsidentin neben Campos, als Präsidentschaftskandidatin bestätigt werden.

Die größten Probleme treten in den Bundesstaaten auf, in denen die Bündnisse von Campos nicht auf die Zustimmung von Silva bauen wie in São Paulo, wo die Partei die Wiederwahl Geraldo Alckmins unterstützt, und in Rio, wo sich Campos mit der Arbeiterpartei verbündet hat. Silva vermied es bereits an Veranstaltungen an der Seite von Kandidaten teilzunehmen, die sie nicht billigte. Die Frage ist nun, ob sie diese Linie weiter fährt, auch wenn sie Präsidentschaftskandidatin wird.

In Santa Catarina beispielsweise wechselte der Kongressabgeordnete Paulo Bornhausen, Sohn des ehemaligen Senators Jorge Bornhausen, 2013 von der PSD zur Partei Campos, um sich am Projekt von Campos zu beteiligen. Gleichzeitig sollte er ein Bündnis mit der PSDB eingehen. Diese Verbindung stoß auf Widerstand bei den Militanten des Netzwerks, der Gruppe, zu der auch Marina Silva gehört. (ls)