Die Vizekandidatin Marina Silva auf der Beerdigung von Eduardo Campos. /Copyright: Agência Brasil
Die Vizekandidatin Marina Silva auf der Beerdigung von Eduardo Campos. /Copyright: Agência Brasil

Die Vizekandidatin Marina Silva auf der Beerdigung von Eduardo Campos. /Copyright: Agência Brasil

Die ehemalige Senatorin und Umweltministerin Marina Silva ist die neue Präsidentschaftskandidatin des Bündnis „Unidos por Brasil“, einem Zusammenschluss der christlich-sozialen Partei (PSB) und den Grünen. Als ehemalige Vize hinter dem tödlich verunglückten Eduardo Campo (PSB) ist Silva nun von dem Parteienbündnis zur neuen Hoffnungsträgerin bestimmt worden. Eduardo Campos war vergangenen Donnerstag (13.8.) durch einen Flugzeugunfall über Santos ums Leben gekommen (BrasilNews berichtete, 14.8.2014). Campos befand sich auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung, als sein Flugzeug beim Landeanflug in ein Wohngebiet stürzte.

Marina Silva gibt sich ausgesprochen zuversichtlich. Tatsächlich habe sie die Chance den Kandidaten Aécio Neves aus dem rechts-konservativen Lager vom zweiten Platz der Umfrageergebnisse zu verdrängen, wie lokale Medien berichten. Silva trat bei der letzten Präsidentschaftswahl für die Grünen an und holte knapp 20 Prozent der Stimmen.

Bei dem Treffen am vergangenen Mittwoch (20.08) politischer Spitzen des Parteienbündnisses ist auch die Wahl des zukünftigen Vizekandidaten gefallen. Wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil mitteilte, wird der Abgeordnete Beto Albuquerque (PSB) aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul und Vorsitzende der PSB in der Kammer auf den Platz von Marina Silva rücken.

Der Senator Pedro Simon von der PMDB hält Silva für die bestmögliche Nachbesetzung für die Präsidentschaftskandidatur. „Marina ist die Kandidatin der überwältigenden Mehrheit Brasiliens mit dem Wunsch zur Veränderung“, betonte Simon gegenüber der Presse. Ebenso sei die Wahl des bisher in der Öffentlichkeit wenig bekannten Vize, Beto Albuquerque, kein Grund zur Beunruhigung für die PSB, denn er stehe wie kaum ein anderer für die Haltung der Partei. „Er verfügt über eine korrekte Linie und hat eine gute Biografie“, so Simon über Albuquerque. Dieser sei jung, brillant und ein großer Redner. Um kandidieren zu können, zog Albuquerque seine Kandidatur auf einen Senatsposten für Rio Grande do Sul zurück. (ms)