Wirtschaftsexperten befürchten negativen Einfluss der Kontrollmaßnahmen Argentiniens auf den brasilianischen Tourismus / Copyright: Wikipedia, GNU, Morio

Wirtschaftsexperten befürchten negativen Einfluss der Kontrollmaßnahmen Argentiniens auf den brasilianischen Tourismus / Copyright: Wikipedia, GNU, Morio

Die argentinische Regierung entschied gestern (12.03.), den Geldwechsel stärker zu kontrollieren, um Kapitalflucht des Dollars im Land zu vermeiden. Ab dem dritten April können Argentinier keine Kreditkarten mehr benutzen, um im Ausland von ihren Konten mit einheimischer Währung Geld abzuheben.

Bei einer Brasilienreise können sie beispielsweise nur Geld abheben, wenn sie über ein Konto in Dollar verfügen. Experten zeigen sich besorgt, da es mit dieser Einschränkung negative Auswirkungen auf den Tourismus in Brasilien geben kann.

Diese Maßnahme werde den argentinischen Tourismus im Ausland beeinflussen, so der Wirtschaftsexperte Marcelo Elisondo.  Obwohl die Personen immer noch Kreditkarten verwenden können, werden sie sich unsicherer fühlen. Dollar extra für eine Auslandreise zu kaufen, wäre immer komplizierter geworden.

Bereits zum zweiten Mal in fünf Monaten führt Argentinien neue Kontrollmaßnahmen ein. Im Oktober wurde festgelegt, dass Argentinier beim Kauf von ausländischer Währung zuvor die Genehmigung des ansässigen Bundesfinanzamtes einholen müssen.

Die Krise von 2001 verursachte in Argentinien die Konfiszierung von Bank- und Sparkonten sowie die Abwertung des Argentinischen Peso, der zu dieser Zeit den gleichen Wert wie der Dollar hatte. Damit stieg das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der lokalen Währung und der Banken.

Für die argentinische Regierung war die Devisenkontrolle die einzige Maßnahme, um Kapitalflucht zu verhindern. (ds)