Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

16.02.2012 | Wirtschaft |

Logo des Brasilianischen Verbandes zur Förderung von Exporten und Investitionen APEX-Brasil / Copyright: APEX-Brasil

Laut einer Studie des Brasilianischen Verbandes zur Förderung von Exporten und Investitionen (Agência Brasileira de Promoção de Exportações e Investimentos, kurz: APEX-Brasil) seien die wichtigsten Faktoren zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens auf dem internationalen Markt effektive Entscheidungsfindung, Gewinnorientierung sowie die Reduzierung von Risiken. Für die Studie wurden 400 brasilianische Firmen im strategischen Planungsprozess befragt, die in Verbindung mit dem Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior, kurz: MDIC) stehen.

Das Hauptaugenmerk wurde auf 25 Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Marketing, Produktion und Finanzen gelegt. „Durch die Studie sollte herausgefunden werden, welche Kompetenzen verstärkt gefördert werden müssen und in welchen Bereichen die Schwächen der Firmen liegen“, so die Generalgeschäftsleiterin der APEX, Ana Repezza.

Dabei wurden die Unternehmen in fünf Exportgruppen eingeteilt, diejenigen, die noch keine Exporterfahrungen haben bis zu denen, die bereits internationalisiert sind.

Laut Repezza würden die Maßnahmen, die die Exportfähigkeit steigern, verschiedene Anforderungen mit sich bringen, damit die Firmen auf dem internationalen Markt bestehen können. Hingegen hätten die Unternehmen, die noch keinen Export betreiben, große Schwierigkeiten, die angemessenen Entscheidungen zu treffen.

Die Unternehmen mit Erfahrungen würden allerdings starkes Interesse an der Optimierung ihrer Produktionskosten zeigen. Diese müssten bessere Informationen erhalten, damit sie finanzielle Risiken bei Auslandsoperationen senken können, so Repezza.

Ziel der Studie sei es, die Firmen beim strategischen Planungsprozess zu unterstützen, damit der APEX die Liste der Produkte und Dienstleitungen neu ausrichten könne und einen besser qualifizierten strategischen Partner finden kann. Deshalb wurden die Ergebnisse der Studie gestern (15.02.) der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) vorgelegt. Es solle nun zusammen mit dem APEX eingeschätzt werden, wie man auf die verschieden Bedürfnisse der Unternehmen besser eingehen könne.

Repezza hob noch einmal hervor, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines der Prioritäten des Plans „Größeres Brasilien“ (Plano Brasil Maior) sei, der von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff im August letzten Jahres herausgegeben wurde. Um diese zu erreichen, müssen Programme für die Stärkung der Befähigungen, zum Training und zur Verbesserung von Prozessen veranstaltet werden. Außerdem müssten die Firmen stärker in das Design sowie die Innovation ihrer Produkte investieren, um sich vom internationalen Markt deutlich abzuheben. (ds)


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