Brasilianische Ärzte wollen in Zukunft von den Erfahrungen Spaniens profitieren / Copyright: Agência Brasil
Brasilianische Ärzte wollen in Zukunft von den Erfahrungen Spaniens profitieren / Copyright: Agência Brasil

Brasilianische Ärzte wollen in Zukunft von den Erfahrungen Spaniens profitieren / Copyright: Agência Brasil

Brasilien hat am Dienstag (11.11.) ein Abkommen mit Spanien zum Erfahrungsaustausch im Bereich Medizin über Transplantationen unterzeichnet. Mit dem Abkommen will Brasilien in weniger erforschte Gebiete investieren und Kenntnisse dazu gewinnen, wie zum Beispiel bei Herz- oder Multiorgantransplantationen. Im Abkommen stehen weiterhin die Gesetzgebung und Regulierungen dieser Branche zur Diskussion, die Dienstleistungen für die Bevölkerung sowie die Organisation von bilateralen Versammlungen, Symposien und anderer Treffen mit Anwesenheit von Spezialisten der Branche. Laut Angaben des brasilianischen Gesundheitsministeriums sei Spanien im Bereich Transplantationen weltweit sehr fortgeschritten und verfüge über eines der renommiertesten öffentlichen Programme des Sektors.

Als Grundlage der Zusammenarbeit haben Mediziner des brasilianischen öffentlichen Gesundheitssystems SUS (Sistema Único de Saúde) Zugang zu spanischen Programmen, die sich in der Vergangenheit ausgezeichnet haben, wie zum Beispiel das Organspendeprogramm. Bei einem Herzstillstand haben Opfer keine Überlebenschancen mehr, das Herz oder aber auch andere Organe wie die Lunge oder die Nieren können anderen Menschen das Leben retten.

In Brasilien werden 95 Prozent der Prozesse durch das SUS vorgenommen. Im ersten Halbjahr 2014 wurden 11.400 Transplantationen getätigt, davon waren 6.600 Hornhautoperationen, 3.700 Organtransplantationen (Herz, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse und Lunge) und 965 Knochenmarktransplantationen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 23.457 Transplantationen durchgeführt. (ds)