Die Außenministerin Hillary Clinton bei ihrem Besuch beim CNI / Copyright: Agência Brasil

Die Außenministerin Hillary Clinton bei ihrem Besuch beim CNI / Copyright: Agência Brasil

Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton nahm gestern (16.04.) an der Veranstaltung „Vision für Wirtschaftliche Partnerschaft im 21. Jahrhundert“ („Visão para a Parceria Econômica no Século 21“) teil, die vom brasilianischen Bundesverband der Industrie (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Handelskammer (AmCham) in Brasília organisiert wurde.

Mehrere Themen wurden bei dieser Gelegenheit angesprochen, doch Clinton hob besonders die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehung zwischen den beiden Ländern hervor und nannte Erfolgsbeispiele wie die Partnerschaften der Unternehmen Microsoft und IBM. Dennoch gäbe es noch vieles zu tun: Es gehe besonders darum, ein bilaterales Freihandelsabkommen zu schaffen.

Der Präsident des CNI, Robson Braga de Andrade, nutzte den Besuch der amerikanischen Außenministerin und bat dringend um die Befreiung von der Doppelbesteuerung innerhalb des bilateralen Handels: sie belaste die Unternehmen und verlagere Investitionen und Handel in dritte Länder, so der Präsident des CNI.

Die CNI forderte ebenso mehr Geschäfte nord-amerikanischer Unternehmen in Brasilien und schlug als bevorzugten Investitionsbereich den Infrastruktursektor vor.

Ein weiteres Thema war der deutliche Anstieg des Tourismus zwischen den beiden Ländern. Clinton betonte die Absicht, zur Erhöhung der Anzahl der Reisenden aktiv beizutragen, indem die Ausstellung von Touristenvisa effizienter gestaltet und die Menge der verkehrenden Flugzeuge zwischen Brasilien und den USA erhöht werden solle.

Abschließend lobte Clinton die brasilianische Wirtschaft als erfolgreich und gefestigt. Sie ruhe auf drei Säulen: einer verantwortungsvollen Regierung, einem soliden Privatsektor und einer starken Zivilgesellschaft. Mit diesem Modell sei Brasilien eine Vorzeigenation. (jv)