Die Anzahl an Arbeitspapieren für Haitianer hat sich im letzten Jahr verfünffacht / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Lt. j.g. Heather Heyob
Die Anzahl an Arbeitspapieren für Haitianer hat sich im letzten Jahr verfünffacht / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Lt. j.g. Heather Heyob

Die Anzahl an Arbeitspapieren für Haitianer hat sich im letzten Jahr verfünffacht / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Lt. j.g. Heather Heyob

Einem Bericht der brasilianischen Generalkoordinierung für Immigration (Coordenação-Geral de Imigração) des Ministeriums für Arbeit (Ministério do Trabalho e Emprego, kurz: MTE) zufolge, hat sich die Anzahl an Haitianern mit brasilianischer Arbeitserlaubnis vom ersten Halbjahr im Jahr 2011 bis zum ersten Halbjahr diesen Jahres verfünffacht.

Im Jahr 2011 waren lediglich 441 Haitianer mit Arbeitserlaubnis in Brasilien beschäftigt gewesen. In diesem Jahr sind es bereits 2.300 Personen. In dem Bericht werden Menschen mit Festanstellung und ebenso diejenigen mit temporär beschränkter Arbeit aufgeführt. Die Zahl hatte sich in diesem Jahr so enorm vergrößert, weil allen Haitianern, die bis Januar nach Brasilien gekommen waren, eine Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitserlaubnis ausgestellt wurde.

In den meisten Fällen wenden sich brasilianische Unternehmen an das MTE, um Arbeitspapiere für ihre haitianischen Angestellten anzufordern. Die Haitianer würden gebraucht, da es einigen Unternehmen an Arbeitskräften fehle. Normalerweise werden die Arbeitspapiere durch die brasilianischen Botschaften in den jeweiligen Ländern ausgestellt. In vielen Fällen werden Haitianern jedoch vom brasilianischen Komitee für Flüchtlinge (Comitê Nacional para os Refugiados, kurz: Conare) des Justizministeriums eine Arbeitserlaubnis ausgestellt.

Die meisten Haitianer flüchten vor der miserablen wirtschaftlichen Situation in ihrem Heimatland und erhoffen sich in Brasilien eine bessere Zukunft. Rund 93,6 Prozent aller in Brasilien immigrierter Haitianer kamen über die Grenze zwischen Peru und Brasilien im Amazonasgebiet nach Brasilien. (sg)