Zwischen den Jahren 2011 und 2013 ist die Anzahl an ausländischen Arbeitern am brasilianischen Markt um  50,9 Prozent angestiegen / Copyright: Agência Brasil
Zwischen den Jahren 2011 und 2013 ist die Anzahl an ausländischen Arbeitern am brasilianischen Markt um  50,9 Prozent angestiegen / Copyright: Agência Brasil

Zwischen den Jahren 2011 und 2013 ist die Anzahl an ausländischen Arbeitern am brasilianischen Markt um 50,9 Prozent angestiegen. / Copyright: Agência Brasil

Laut neuster Untersuchung zur Integration von Immigranten auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt, die am Mittwoch (12.11.) in der brasilianischen Hauptstadt Brasília veröffentlicht wurde, ist die Anzahl an ausländischen Arbeitern mit Arbeitserlaubnis um 50,9 Prozent im Zeitraum 2011-2013 gestiegen. Genau geht aus der Studie hervor, dass zwischen 2011 und 2012 die Beteiligung von Immigranten am Arbeitsmarkt um 19 Prozent angestiegen ist, was einem Anstieg von 79.578 auf 94.688 entspricht. Zwischen 2012 und 2013 stieg der Anteil um 26,8 Prozent an, ein Wachstum von 94.688 auf 120.056. Die Studie wurde vom Zentrum für internationale Migration in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsministerium und der Universität von Brasília UnB durchgeführt.

Die Immigranten, die am stärksten vertreten sind, sind die Haitianer. Dieses Phänomen ist bedingt durch das Erdbeben in Haiti im Jahr 2010, infolgedessen immer mehr Haitianer in Brasilien Zuflucht suchten. Dadurch kam es zu einem Anstieg dieser Arbeiter um 450 Prozent, womit zum ersten Mal die Gruppe der Portugiesen, die davor an erster Stelle des Rankings standen, übertroffen wurde. Die Anzahl der Haitianer stieg von 814 im Jahr 2011 auf 14.579 im Jahr 2013 an.

Neben Arbeitern aus Haiti kamen verstärkt Immigranten aus den Ländern des Mercosuls. So stieg die Anzahl an Peruanern auf 182,2 Prozent und an Kolumbianer auf 175,4 Prozent. „In einigen produktiven Sektoren des Südens Brasiliens brauchen wir Arbeiter mit einer niedrigen Qualifikation, beispielsweise in Schlachthöfen oder Konservendosenfabriken. Im gesamten Land besteht eine hohe Nachfrage an Arbeitskräften mit hohen Qualifikationen unter anderem in den Bereichen Biotechnik, Infrastruktur und Medizin“, kommentierte Leonardo Cavalcanti, Professor der UnB und Koordinator der Studie.

Cavalcanti fügte hinzu, dass die meisten ausländischen Arbeiter im Bundesstaat Santa Catarina (mit einem Anstieg von 120,6 Prozent) einstellt wurden und in Paraná (mit einem Anstieg von 128,1 Prozent). Unter den Immigranten aus Europa stieg die Anzahl an ausländischen Arbeitern bei den Spaniern, Franzosen und Italienern. Aus Afrika kamen vor allem Angolaner. (ds)