Die Zahl ausländischer Arbeitskräfte in São Paulo ist auf einem Höchstwert. / Copyright: WikiCommons Marcello: Casal Jr ABr
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Die Zahl ausländischer Arbeitskräfte in São Paulo ist auf einem Höchstwert. / Copyright: WikiCommons Marcello: Casal Jr ABr

Die Zahl ausländischer Arbeitskräfte in São Paulo ist auf einem Höchstwert. Trotz der stagnierenden Wirtschaft des Landes, wurden im ersten Halbjahr 2013 täglich 30 Arbeitsgenehmigungen an Ausländer ausgestellt, wie die Online-Ausgabe der brasilianischen Tageszeitung Folha de São Paulo (kurz: Folha) vom gestrigen Sonntag (11.08) berichtet. Demzufolge wurde bis Juni dieses Jahres insgesamt 5.431 Mal die Arbeitserlaubnis an Nicht-Brasilianer vergeben, was 23 Prozent über dem Niveau vom Vorjahr liege, wie aus Zahlen des Arbeitsministeriums São Paulo hervorgeht.

Die Reihe wird nach wie vor Menschen aus Lateinamerika angeführt. Fast die Hälfte, also 2.432 Menschen stammen aus Bolivien. Die nächstgrößere Gruppe (303) kommt aus Peru gefolgt von 281 Paraguayern. Diese Gruppe finde vor allem im Textil verarbeitenden Handwerk Arbeit, wohingegen die vierte Gruppe der Haitianer (203) auf Baustellen eine Arbeit finde.

Als Ursachen für den Anstieg inmitten der Wirtschaftskrise nennt Luiz Antonio de Medeiros, Superintendent beim Ministerium für Arbeit São Paulo, vor allem eine stärkere Kontrolle seitens der Behörden gegenüber den typischen  Nähwerkstätten. In der Vergangenheit wurden hier oftmals Menschen ohne gültige Pass-  oder Arbeitspapiere angetroffen. Zudem sei die Wirtschaftskrise in den Heimatländern ein häufiger Grund, so Medeiros. Die 150 ausgestellten Arbeitserlaubnisse für Portugiesen, 51 für Spanier und 47 für Franzosen im ersten Halbjahr 2013 belegen den Anstieg der Zuwanderung aus der EU. Die Arbeitsvermittlungsfirma Gelre verfügt heutzutage mit 8.000 Profilen in ihrem Portfolio über doppelt so viel Registrierte wie noch vor vier Jahren. (ms)