André Pineli / Copyright: Agência Brasil

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Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada, kurz: IPEA) brachte gestern (21.09.) eine Studie heraus die besagt, dass Brasilien eines der Hauptländer der Welt sei, in das ausländische Firmen in den nächsten zwölf Monaten direkt investieren werden, trotz der internationalen Wirtschaftskrise. Die Informationen wurden im sogenannten „Monitor zur internationalen Wahrnehmung Brasiliens“ (Monitor de Percepção Internacional do Brasil) festgehalten. Für die Studie befragte man zu diesem Thema internationale Firmen. Die Möglichkeit, dass Brasilien Investitionen erhalten wird, sei von 35 auf 43 Punkte in den Monaten Mai bis August 2010 gestiegen.

Bereits in den letzten Jahren konnte eine positive Entwicklung festgestellt werden. 2010 belegte Brasilien im Ranking den fünften Platz hinter den USA, China, Hong Kong und Belgien. Für 2011 sind die Erwartungen hoch, denn die Investitionen der ersten sechs Monate übersteigen bereits fast die Investitionen, die im gesamten letzten Jahr getätigt wurden, so André Pineli, Planungs- und Forschungsspezialist der IPEA.

Des Weiteren zeige die Studie eine Verbesserung im Wert, der die Inflation einschätzt. Während im Februar und März noch von einer Verschlechterung der Inflation gesprochen werden kann, hat sich der Wert zur Inflation nun stabilisiert.

Außerdem verbesserte sich die internationale Sicht auf die Wirtschaftspolitik Brasiliens. Der Wert stieg im Mai bereits um fünf Punkte, im August um 20. Diese Entwicklung verdanke man dem Wirtschaftswachstum und der damit einhergehenden Stabilisierung.

Auch im Bereich der ungleichen Einkommensverteilung konnten positive Daten ermittelt werden: Die Punkte sanken von 28 auf 18 und stehen für eine ausgewogenere Einkommensverteilung. Gleichzeitig verringerten sich die Punkte des Wertes für den Anteil der Armut von 40 auf 25. Diese Ergebnisse geben wieder, dass die Armut in den nächsten sechs Monaten zurückgehe und eine Verbesserung der Einkommenssituation sichtbar werde, so Pineli. (ds)