Als Unternehmer versprechen sie sich ein besseres Leben. / Copyright: Wikimedia Commons, Lailson Bandeira

In zwei Jahren ist die Zahl der Gründungswilligen in Brasilien von 23 auf 28 Prozent angestiegen, wie eine Studie des Instituto Data Popular zeigt. Renato Meirelles, Präsident des Instituts, glaubt, dass die allgemeine Verringerung der Gehälter Grund für diese Entwicklung ist. „Die Brasilianer erkennen in der Unternehmensgründung eine Möglichkeit, mehr Geld zu verdienen und ihren Familien eine bessere Zukunft zu ermöglichen.“

So sieht der Großteil der Gründungswilligen in der Eröffnung eines eigenen Unternehmens die Chance, mehr einzunehmen, sich beruflich weiter zu qualifizieren und selbst der Chef sein zu können. „Dabei stellen die Unternehmer in der Regel Verwandte, Freunde oder Nachbarn ein und gründen die Firma in der Gegend, in der sie auch wohnen, was wiederum die lokale Wirtschaft stärkt“, so Meirelles.

Laut der Studie haben bereits 78 Prozent der Gründungswilligen erste Schritte auf dem Weg zur Eröffnung der eigenen Firma unternommen. 38 Prozent davon sind dabei den Sektor zu untersuchen, in dem sie gründen wollen. Weitere 28 Prozent sparen derzeit noch für das Gründungskapital und zwölf Prozent belegen einen ihren Gründungsideen entsprechenden Weiterbildungskurs.

„Trotz der insgesamt schlechten wirtschaftlichen Lage des Landes glauben die Brasilianer daran, dass sich ihr Leben verbessern wird und dass dies von ihrer Arbeit abhängt“, erklärt der Präsident von Data Popular. (ls)

Quelle: Valor Econômico