Das Ministerium für Arbeit und Anstellung hat die Norm zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt aktualisiert / Copyright: Agência Brasil

Das Ministerium für Arbeit und Anstellung hat die Norm zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt aktualisiert / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Arbeitsministerium (Ministério do Trabalho e Emprego, kurz: MTE) hat die Steuerungsverfahren und -instrumente zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt aktualisiert. Auch Empfänger des Sozialversorgungsprogramms (Previdência Social) werden bei dieser Aktualisierung bedacht.

Für eine objektive Überprüfung und Steuerung hat das MTE deshalb die Normative Anleitung 98 (Instrução Normativa 98, kurz: IN 98) entworfen, die Ende der vergangenen Woche im brasilianischen Bundesanzeiger (Diário Oficial da União) veröffentlicht wurde. Um eine Objektivität weitestgehend zu garantieren, sieht die IN 98 verschiedene notwendige Prozessschritte vor: die Auswahlkommission soll vom Prozess der Rekrutierung von qualifizierten behinderten Personen, über deren Einstellung bis hin zur Einführung sowie Heranführung an die Arbeit beteiligt sein.

Darüber hinaus definiert die aktualisierte IN die Eigenschaften einer Person mit Behinderungen, beugt den Formen der Diskriminierungspraktiken gegen behinderte Menschen am Arbeitsplatz vor und beschreibt die spezielle Vorgehensweise der Überwachung des gleichberechtigeten Einstellungsprozesses.

Die Anzahl der Einstellungen, die unter Überwachungsaufsicht oder unter der Anwendung der Überwachungskriterien des MTE stattfinden, nimmt jährlich zu: 2009 waren es noch knapp 26.500 Berufstätige, im Jahr darauf haben die Auswahlkommissionen schon rund 28.750 Personen mit Behinderungen über das Verfahren eingestellt. Im Jahr 2011 wurden insgesamt um die 34.000 Einstellungen im Land gezählt. (jv)