Landkarte der semiariden und damit von Trockenheit betroffenen Gebiete Brasiliens / Copyright: Agência Brasil
Die Landkarte zeigt die semiariden und damit von Trockenheit betroffenen Gebiete Brasiliens, die besondere Unterstüzung von der Regierung erhalten / Copyright: Agência Brasil

Die Landkarte zeigt die semiariden und damit von Trockenheit betroffenen Gebiete Brasiliens, die besondere Unterstüzung von der Regierung erhalten / Copyright: Agência Brasil

Das Nationale Sekretariat für zivile Verteidigung (Secretaria Nacional de Defesa Civil) erkannte den Notstand von weiteren neun Gemeinden Brasiliens an, so wurde gestern (22.07.) im brasilianischen Bundesanzeiger (Diário Oficial da União) veröffentlicht. Drei von ihnen befinden sich im Bundesstaat Minas Gerais, zwei in Piauí, drei weitere in Paraná und eine in Santa Catarina. Derzeit erkennt man im Land den Notstand in 1.637 Gemeinden an. Von dieser Gesamtzahl sind 1.428 Gemeinden von Trockenheit betroffen. Diese Problematik beträfe mehr als zehn Millionen Menschen vor allem im Nordosten und im Norden von Minas Gerais.

Der Bundesstaat Bahia sei die Region mit den meisten gefährdeten Gemeinden (271), gefolgt von Piauí (207) und Paraíba (202). Im Verlaufe dieses Jahres hat das Land bereits bei 2.314 Gemeinden den Status „Notstandsituation“ bestätigt. Außer von Trockenheit und Dürre sind einige Gebiete von Überschwemmungen, Erdrutschen, Hagel, starken Regenfällen oder Infektionskrankheiten betroffen.

Sobald in einem Gebiet offiziell die Notstandssituation anerkannt ist, werden diese Gebiete durch die Regierung mit finanziellen Mitteln zum Kauf von Produkten oder für Hilfedienstleistungen unterstützt. Für die Bundespolizei (Polícia Federal, kurz: PF) und die Bundesfinanzaufsicht (Controladoria-Geral da União, kurz: CGU) wird das Zuweisen öffentlicher Gelder an die entsprechenden Gebiete dadurch vereinfacht. (ds)