Mehr Geld für Innovationen soll Wirtschaft Brasiliens wieder auf Vordermann bringen. / Copyright: Wikimedia Commons
Mehr Geld für Innovationen soll Wirtschaft Brasiliens wieder auf Vordermann bringen. / Copyright: Wikimedia Commons

Mehr Geld für Innovationen soll Wirtschaft Brasiliens wieder auf Vordermann bringen. / Copyright: Wikimedia Commons

Brasilien hat bereits bewiesen, dass das Land in den Sozialsektor investieren kann, wie es zum Beispiel während der internationalen Krise 2008 die öffentlichen Finanzinstitute getan haben. Aber es kommt nun darauf an, „weiter zu wachsen, um Innovationen hervorzubringen, bessere Arbeitsplätze zu schaffen und sich wieder unter die Besten der Schwellenländer zu setzen wie es Südkorea getan“, erklärte Marco Antonio de Araujo Lima im Interview mit der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil. Lima ist Leiter der brasilianischen Vereinigung der Entwicklungsfinanzierungsinstitute (ABDE).

29 Institute sind unter dem Dach der Organisation zusammengeschlossen und für 51 Prozent Gelder aus Kreditvergaben im Land verantwortlich. Die Institute sind außerdem Teil des Nationalen Systems für öffentliche Arbeiten (SNF), dessen Anteil an den finanziellen Anlagen Brasiliens im vergangenen Jahr bei 46 Prozent lag, wie Daten der Zentralbank zeigen.

Um eine Entwicklung wie Südkorea vollziehen zu können, müssen jetzt bessere Bedingungen für Investitionen in Infrastruktur und vor allem Innovation geschaffen werden, so Lima. „Mit Investitionen wird das Wachstum wieder angekurbelt“, sagte er sinngemäß. Er hob hervor, dass die Investition in Innovation von den Unternehmen aller Branchen ausgehen müsse, weil dadurch die Produktivität und nationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden könne. Lima zufolge hat die Vereinigung der Mitglieder der ABDE – darunter die brasilianische Entwicklungsbank BNDES, die Banco do Brasil und die Caixa Econômica Federal – die nötige Expertise, den Prozess nun durchzuführen. „So ist es bereits passiert“, sagte er und erinnerte daran, dass Brasilien zwischen den Jahren 1930 und 1980 mit Raten von sieben und acht Prozent jährlich gewachsen sei, ähnlich wie akutell China. „Wir müssen jetzt den Sprung machen.“

Lima stellte fest, dass das Land mit einer Stabilisierung wachsen könne „Jetzt kommt es darauf an, den Schritt zu machen, sich bereit zu erklären den Prozess zu durchlaufen.“ Der öffentliche Finanzsektor wie auch der private Sektor würden bereits über eine ausreichende Struktur dazu verfügen. Es gebe genügend Möglichkeiten die Investitionen auszuweiten durch alle Marktteilnehmer, seien es öffentliche oder private. (ls)