Gemeinsame Infrastrukturprojekte zwischen Staat und privater Wirtschaft fordert die BNDES, hier: Brooklin, das neue Finanzzentrum in São Paulo / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, L. Marcelo

Gemeinsame Infrastrukturprojekte zwischen Staat und privater Wirtschaft fordert die BNDES, hier: Brooklin, das neue Finanzzentrum in São Paulo / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, L. Marcelo

Die enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Unternehmen in einzelnen Projekten als sogenannte Public-Private-Partnerships (PPP) wurde gestern vom Vorsitzenden der brasilianischen Bank für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES), Luciano Coutinho, als notwendiger Weg zu mehr nachhaltiger Entwicklung in Brasilien beschrieben. Die Aussage des Vorsitzenden der für Brasilien so wichtigen Entwicklungsbank BNDES bezog sich dabei hauptsächlich auf die notwendigen und anstehenden Investitionen im Bereich der Infrastruktur. Als nachhaltig bezeichnet die BNDES diese Investitionen deshalb, da diese Investitionsleistungen ihre Wirkung auf die Wirtschaft über einen längeren Zeitraum entfalten.

Die BNDES plant derzeit, für Infrastrukturprojekte mehr als 30 Milliarden Reais (ca. 11,44 Milliarden Euro) in 2013 zu investieren. Eines der Hauptaugenmerke liegt auf dem Ausbau des Schienennetz. Neben diesen Transportwegen sollen auch andere Bereiche des Transports wie Häfen von den Investitionen profitieren. Durch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bei diesen Investitionen in PPPs erhofft sich die BNDES, größere Projekte realisieren zu können und so im Ausbau der Infrastruktur schneller voranzuschreiten.

Bei der Präsentation des Aktionsplans gestern zeigten sich viele der anwesenden Wirtschafts- und Industrievertreter von den Investitionsprojekten überzeugt, dass diese sinnvoll gewählt sind und ihre gewünschte Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens haben werden. Der Vorsitzende der BNDES lies es sich jedoch nicht nehmen, auch noch einmal deutlich auf die Rolle der Industrie für eigene Investitionen hinzuweisen. Die aktuellen Probleme im Bereich der Telekommunikationsbranche zeigen seiner Meinung, dass seitens der brasilianischen Industrie manchmal zu wenig getan wird, um rechtzeitig die grundlegende Infrastruktur auch selbst zu schaffen. (mas)