In São Bernardo do Campo befinden sich neben Mercedes-Benz noch vier weitere Autohersteller. / Copyright: Wikimedia Commons, Lukaaz

Mitarbeiter der Produktion von Mercedes-Benz in São Bernardo do Campo werden ab Freitag (7.08) in bezahlten Urlaub gehen. Die Wiederaufnahme der Arbeit ist für den 21. August geplant. Der Autohersteller erklärte, dass er mit dieser Maßnahme das derzeit nicht zu beschäftigende Personal verwalten wolle – rund 2000 Menschen sind betroffen – und ab dem 1. September plant neue Anpassungen einzuführen.

Das Unternehmen verhandelte mit der Gewerkschaft der Metaller über die Einhaltung des Arbeitsschutzplans (EPP) der Bundesregierung, aber der Vorschlag wurde von 74% der Arbeitnehmer Anfang Juli abgelehnt. Der EPP ermöglicht eine vorübergehende Verringerung der Arbeitszeit mit einer Verringerung des Gehalts von bis zu 30 Prozent. Dafür übernimmt der Staat 15 Prozent der Gehaltskürzung. Die Gewerkschaft bekräftigte derweil, dass man keine Entlassungen akzeptiere.

Fünf von sechs Autoherstellern in der Region befinden sich in São Bernardo do Campo: Volkswagen, Ford, Mercedes-Benz, Scania und Toyota. Davon befinden sich rund 90.000 Arbeiter in der Gewerkschaft. Laut dieser wurden zwischen Januar und Mai bereits 4.000 Stellen gestrichen.

Bei den übrigen Herstellern ist die Situation unverändert. Ford bestätigte, dass es im Werk in São Bernardo do Campo das Programm zum freiwilligen Arbeitsaustritt noch bis Ende der Woche (7.08) führt. Im Juli war es bereits zu zeitweiligen Arbeitsniederlegungen in der Fabrik gekommen, um den Produktionsrhythmus an die Nachfrage anzupassen.

In einer leicht besseren Situation befinden sich Scania und Toyota, wo es bislang keine Entlassungen gab und auch keine befristeten Arbeitsniederlegungen. Von Volkswagen sind keine neuen Informationen bekannt. (ls)

Quelle: Agência Brasil