Die Soziologin Laís Abramo der Internationalen Arbeitsorganisation, der Arbeitsminister Paulo Roberto und die Sekretärin für Arbeitsüberwachung des Arbeitsministeriums, Vera Lúcia Albuquerque / Copyright: Agência Brasil

Die Soziologin Laís Abramo der Internationalen Arbeitsorganisation, der Arbeitsminister Paulo Roberto und die Sekretärin für Arbeitsüberwachung des Arbeitsministeriums, Vera Lúcia Albuquerque / Copyright: Agência Brasil

Gestern (10.04.) brachten Brasilien und die Länder des Mercosuls eine Kampagne zur Abschaffung der Kinderarbeit in diesen Ländern heraus. Die Kampagne wird vom Arbeitsministerium in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (International Labour Organisation) und mit dem Brasilianischen Agentur für Kooperation (Agência Brasileira de Cooperação, kurz: ABC) organisiert.

Die Kampagne „Vereinter Mercosul gegen Kinderarbeit“ wurde gleichzeitig in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay veröffentlicht. Ziel sei es, die Öffentlichkeit aufzuklären und die Kinderarbeit abzuschaffen, vor allem die gefährlichsten Arten wie die Arbeit in der Landwirtschaft, Hausarbeit und kommerzielle sexuelle Ausbeutung.

Luiz Henrique Ramos, Chef der Abteilung Kontrolle über Kinderarbeit im brasilianischen Arbeitsministerium, sagte, dass die Länder zusammenarbeiten werden, um die Aktionen zu koordinieren, damit die Kontrolle in allen Länder gleich gehandhabt werde. Hierbei könne man Kenntnisse aus anderen Bereichen anwenden, um die Aufsicht über Kinderarbeit effektiv zu gestalten. Besonders an den Grenzgebieten sollen die verschiedenen Länder zusammenarbeiten.

Der Arbeitsminister Paulo Roberto Pinto teilte des Weiteren mit, dass Brasilien eine lange Grenze habe und dass es deshalb nötig sei, die Bewusstseinsbildung auf beiden Seiten der Grenze zu unterstützen.

Laut der Studie „Das Recht, ein Jugendlicher zu sein“ (O Direito de Ser Adolescente), die von der UNICEF 2011 veröffentlicht wurde, üben in Brasilien 4,3 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren eine Arbeit aus. Von dieser Gesamtzahl seien 3,3 Millionen zwischen 14 und 17 Jahren. Die brasilianische Verfassung verbietet die Arbeit von Kindern bis 16 Jahren, mit Ausnahme von Auszubildenden ab 14 Jahren. (ds)