Die Mercosul-Staaten wollen ihre Hochschulsysteme besser miteinander vernetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Marcelo Freixo
Die Mercosul-Staaten wollen ihre Hochschulsysteme besser miteinander vernetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Marcelo Freixo

Die Mercosul-Staaten wollen ihre Hochschulsysteme besser miteinander vernetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Marcelo Freixo

Studenten in den Mercosul-Ländern sollen zukünftig bessere finanzielle Unterstützung bekommen und die Möglichkeit eines Auslandstudiums erhalten. Das gaben die Bildungsminister der Mercosul-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Venezuela) gestern (5.12.) bei einem Treffen in Brasília bekannt.

Der Botschafter Antonio José Ferreira Simões erklärte, dass es unbedingt nötig sei, das Hochschulsystem an die Nachfrage der Studenten anzupassen. Zahlreiche Studenten forderten schon seit langem eine Internationalisierung des Systems, so Simões. Darüber hinaus sei es wichtig, den Studierenden andere Bildungssysteme nahe zu bringen und ihnen Aufenthalte in anderen Ländern zu ermöglichen.

Die Minister legten Regelungen fest, die den Studierenden mehr Mobilität innerhalb der Mercosul-Länder bringen soll. Bei der Umsetzung der Neuerungen wollen sich die Bildungsminister an dem Programm Wissenschaft ohne Grenzen (Ciências sem Fronteiras) und dem europäischen Hochschulaustausch-Programm Erasmus orientieren. Für die Finanzierung und die Umsetzung des Programms sei jedes Land selbst verantwortlich, so die Minister.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Anerkennung der Universitätsabschlüsse der Länder untereinander. In der Vergangenheit hatten sich immer wieder Studenten beschwert, deren Abschlüsse außerhalb des Landes, in dem sie studierten, nicht anerkannt werden. Simões merkte zu diesem Thema an, dass dahingehend bislang noch keine Einigung erzielt wurde. Die gegenseitige Anerkennung würde voraussetzen, dass die Lehrpläne angeglichen würden, worauf sich die Staaten noch nicht festlegen konnten. (sg)