Außenminister Antonio Patriota über das bilaterale Treffen mit dem argentinischen Außenminister Héctor Timerman / Copyright: Agência Brasil
Außenminister Antonio Patriota beim Treffen mit der EU-Delegation  / Copyright: Agência Brasil

Außenminister Antonio Patriota beim Treffen mit der EU-Delegation / Copyright: Agência Brasil

Die südamerikanischen Mitgliederstaaten des Mercosul (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay, Venezuela) und die Europäische Union planen ein neues Wirtschaftsabkommen, das einen Freihandel zwischen den beiden Blöcken vorsieht.

Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlaments, erklärte aber, dass beide Wirtschaftsräume jedoch zunächst die gegenseitigen Interessen des potentiellen Partners verstehen müssen. Der slowenische Politiker, Jelko Kacin, kritisierte, dass die beiden Blöcke ihre Absichten betreffend verschiedene Sprachen sprächen. Es gäbe außerdem Misstrauen zwischen dem Mercosul und der EU, welches unbedingt beseitigt werden müsse.

Elmar Brok sitzt zu diesem Zweck einer Kommission vor, die sich momentan in Brasilien befindet, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und über mögliche bilaterale Wirtschaftsperspektiven der beiden Wirtschaftsräume zu diskutieren. Die europäische Delegation traf sich gestern (4.4.) mit brasilianischen Abgeordneten und dem Präsidenten des Senats, Renan Calheiros. Außerdem nahmen die europäischen Politiker an einer Sitzung im Abgeordnetenhaus teil, bei der der brasilianische Außenhandel thematisiert wurde. Laut Brok übernimmt Brasilien die leitende Rolle der Mercosul-Staaten und in den Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen mit der EU.

Der brasilianische Außenminister, Antonio Patriota, sprach zu der EU-Delegation und forderte Sensibilität für die Belangen der lateinamerikanischen Mercosul-Staaten. Außerdem bat er darum, dass man mit den offiziellen Verhandlungen bis nach der Präsidentschaftswahl in Paraguay warte, damit alle Staaten ihre gesamte Aufmerksamkeit auf das Abkommen richten können. Wann die Verhandlungen letztendlich stattfinden werden, ist bislang noch unklar. (sg)