Der Grund: Brasilien wird durch den demographischen Wandel langfristig an Arbeitskräften verlieren. / Copyright: Wikimedia Commons, Irish Defence Forces

Die Migration von einer Vielzahl an Menschen aus armen Ländern wird in den kommenden Jahrzehnten ein stetiger Teil des Wirtschaftslebens sein, wie ein Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank zeigt. Nach Angaben des Direktors des IWF in Brasilien, Otaviano Canuto, kann das südamerikanische Land von dieser Entwicklung allerdings profitieren.

Laut Canuto verliert Brasilien derzeit seinen Bonus, den das Land durch seinen demographischen Bonus generieren konnte –der größte Teil der Bevölkerung befindet sich noch im aktiven wirtschaftlichen Alter (15 bis 64 Jahre). Dieser Teil der Bevölkerung würde derzeit jedoch stetig abnehmen, da Brasilien in der Vergangenheit weder seine Produktivität erhöht, noch Anpassungen beim Rentensystem vorgenommen habe.

Laut dem Global Monitoring Report 2014-2015 des IWF und der Weltbank befindet sich Brasilien bereits in der späten Phase der demographischen Dividende – wobei das Land bereits die erste Phase der gewinnbringenden Zeit verloren hat. In den kommenden Jahren könnte sich dies aber noch zum Guten wenden. „In wenigen Jahren wird in Brasilien in einigen Bereichen ein Mangel an Arbeitskräften herrschen und dafür kann die Migration sehr interessant sein“, urteilt Canuto. (ls)

Quelle: Agência Brasil