Umfrage belegt Sorgen und Ängste der Unternehmer. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo

Die schwierige wirtschaftliche Lage Brasiliens kann einigen kleinen Industrieunternehmen im Bundesland São Paulo zum Verhängnis werden. Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Datafolha im Auftrag von Simpi, der Gewerkschaft der Mikro- und Kleinunternehmen des Bundeslandes, fürchten 16 Prozent der befragten Unternehmer einen Rückgang ihrer Aktivitäten im kommenden Quartal aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage.

Die 27. Ausgabe des Indikators zur Aktivität von Mikro- und Kleinunternehmen in der Industrie des Simpi belegt, dass bei 66 Prozent der Befragten die Krise bereits negative Auswirkungen auf das Geschäft hat und die Zukunft der Unternehmen infrage stellt. Das gleiche Ergebnis zeigte sich bereits bei der Umfrage von April, die im Mai veröffentlicht wurde.

Tritt der schlimmste Fall ein, eine Schließung der Firmen, würden laut Gewerkschaft rund 230.000 Menschen ihren Job verlieren. Daher müssten jetzt besondere Maßnahmen getroffen werden, fordert der Präsident der Simpi Joseph Couri. Wenn nicht, erlebe das Land die größte Marktzerstörung in seiner ganzen Geschichte.

Die Befragungen für die Studie wurden zwischen dem 13. Und 27. Mai geführt, 310 Mikro- und Kleinunternehmen im Bundesland São Paulo wurden befragt. Als Mikro- und Kleinunternehmen werden alle Firmen mit bis zu neun bzw. zwischen zehn und 50 Angestellten bezeichnet. (ls)

Quelle: Valor Econômico