Menschen mit Behinderungen können von nun an Mikrokredite nutzen, um ihre Wohnhäuser behindertengerecht umzubauen / Copyright: Agência Brasil
Menschen mit Behinderungen können von nun an Mikrokredite nutzen, um ihre Wohnhäuser behindertengerecht umzubauen / Copyright: Agência Brasil

Menschen mit Behinderungen können von nun an Mikrokredite nutzen, um ihre Wohnhäuser behindertengerecht umzubauen. / Copyright: Agência Brasil

Gestern (10.02.) ist im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União veröffentlicht worden, dass durch einen neuen Beschluss des Nationalen Währungsrates CMN (Conselho Monetário Nacional) Menschen mit Behinderungen, die bis zu zehn Mindestlöhnen verdienen, Mikrokredite nutzen können, um ihre Häuser und Wohnungen behindertengerecht umzubauen.

Seit Januar 2012 sind Banken bereits verpflichtet, einen Teil der Gelder für die Finanzierung des Kaufs von Transportmitteln für diese Zielgruppe anzubieten, so zum Beispiel für Rollstühle oder angepasste Fahrzeuge. Mit dem neuen Beschluss wurden diese Richtlinien um Wohnungsbaumaßnahmen erweitert und sind damit Teil des Nationalen Plans für Rechte für Menschen mit Behinderungen (Plano Nacional dos Direitos de Pessoas com Deficiência) geworden.

Als weitere Vorgehensweise sind die Kreditnehmer dazu angehalten, ihre Umbauprojekte zu präsentieren. Die Richtlinien des brasilianischen Technikverbandes ABNT müssen hierbei eingehalten werden. Auch muss ein im Architektenrat (Conselho de Arquitetura e Urbanismo) registrierter Architekt die Wohnung beziehungsweise das Haus absegnen. Für die Projekte sind technische Berichte notwendig, die genau einschätzen, wie viel Baumaterial und Arbeitskräfte benötigt werden. Die Regierung wies auch darauf hin, dass Kontrollbesichtigungen stattfinden können. Die Finanzinstitutionen haben außerdem die Möglichkeit, eine Obergrenze der Finanzierungen festzulegen, wenn die beantragten Mittel über dem Durchschnittswert liegen. (ds)