Der überschwemmte Ort Mariana. / Copyright: Agência Brasil Mariana (MG) - Área afetada pelo rompimento de barragem no distrito de Bento Rodrigues, zona rural de Mariana, em Minas Gerais (Antonio Cruz/Agência Brasil)

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (06.11.) ereignete sich am Rande der Ortschaft Mariana im Bundesstaat Minas Gerais eines der bisher größten Minenunglücke Brasiliens. Durch den Bruch eines Staudammes für Reste des Bergbaubauunternehmens Samarco wurde eine bisher unbekannte Zahl an Personen sowie mehrere Teile der Ortschaft unter einer Schlammlawine begraben.

Dabei seien nach derzeitigem Kenntnisstand mindestens zwei Personen ums Leben gekommen, weitere 28 Personen würden noch vermisst, so der Gouverneur des Bundesstaates Minas Gerais, Fernando Pimentel am Sonntag (08.11.). Unter den Vermissten befänden sich 13 Arbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Staumauer befunden haben sollen, sowie 15 Bewohner des Ortes Mariana. Die zuständigen Behörden gehen jedoch nicht davon aus, Personen noch lebendig zu finden, berichtete der Sender O Globo.

Jüngsten Schätzungen zufolgen sind durch die Schlammlawine bis zu 2.000 Menschen obdachlos geworden. Rund 62 Millionen Kubikmeter aus einem Mix von Wasser, Schlamm und Restmetallen aus dem Abbau von Mineralien sind frei gesetzt worden. Allein im Bundesstaat Minas Gerais gibt es nach Behördenangaben rund 730 solcher Staumauern.

Wie es zu dem Bruch der Staumauer kommen konnte, ist bislang noch ungeklärt. „Der Staudamm war regulär geprüft worden. Beanstandungen habe es keine gegeben”, so Gouverneur Pimentel. Die Zusammenarbeit bei den Rettungsarbeiten läuft den Behörden zufolge gut. Die Firma Samarco stelle alles notwendige Gerät zur Rettung sowie Unterkunft für die Betroffenen zur Verfügung, berichtet O Globo. (ms)

Quelle: O Globo



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