Luiz Barretto, Direktor der Sebrae / Copyright: Agência Brasil

Luiz Barretto, Direktor der SEBRAE / Copyright: Agência Brasil

Mini- und Kleinunternehmen sorgen für den Aufschwung am brasilianischen Arbeitsmarkt. Rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze, der in 2010 rund 2,1 Millionen neu geschaffenen Arbeitsplätze, wurden allein von Kleinunternehmen geschaffen. Bei diesen veröffentlichten Zahlen handelt es sich um Statistiken und Analysen, die gestern (1.12.) vom brasilianischen Unterstützungsservice für Mini- und Kleinunternehmen (Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas, kurz: SEBRAE) veröffentlicht wurden. Die Analyse wurde auf Basis der Daten des zentralen Arbeits- und Arbeitslosenregister (Cadastro Geral de Empregados e Desempregados, kurz: Caged) des brasilianischen Arbeitsministerium (Ministério do Trabalho e Emprego, kurz: MTE) erstellt und umfasst damit vor allem das Wachstum der formellen Beschäftigungsverhältnisse.

Für das Jahr 2011 entstanden bis zum Oktober allein 80% der offenen Stellen in Mini- und Kleinunternehmen. Dies entspricht rund 1,4 Millionen Arbeitsplätzen der insgesamt 1,9 Millionen neu geschaffen Arbeitsplätze bis zum Oktober diesen Jahres. Eine Konzentration der neuen Arbeitsplätze findet vor allem im Bereich des Bundesdistrikts Brasilia (Distrito Federal, kurz: DF) statt. In 1997 waren dort noch 70% aller Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor zu finden. Eine neue Studie zeigt, dass der Anteil des öffentlichen Sektors bereits auf 56% gesunken ist. Nach der Fussballweltmeisterschaft in 2014, so die Aussage von Antônio Valdir de Oliveira, Direktor des SEBRAE im Bundesdistrikt, wird die Zahl der Arbeitsplätze im privaten Sektor höher sein, als die Arbeitsstellen im öffentlichen Bereich.

Das Wachstum auf dem Arbeitsmarkt wird sich nach der Analyse von SEBRAE auch weiterhin auf den Bundesdistrikt konzentrieren, da dort höhere Einkünfte zu erwarten sind. Auch die Großereignisse wie die Fussballweltmeisterschaft 2014 und die Olympiade 2016 werden zu einer weiteren Konzentration neu entstehender Arbeitsplätze im Bundesdistrikt führen. (mas)