Die Ministerin des Sekretariats für Menschenrechte bei der Gründungsfeier des Komitees für Religiöse Vielfalt / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin des Sekretariats für Menschenrechte bei der Gründungsfeier des Komitees für religiöse Vielfalt / Copyright: Agência Brasil

Maria do Rosário, Ministerin des Sekretariats für Menschenrechte der brasilianischen Präsidentin (Secretaria de Direitos Humanos da Presidência da República, kurz: SDH), hat gestern (30.11.) das Komitee für religiöse Vielfalt (Comitê de Diversidade Religiosa) ins Leben gerufen. Die Gründung wurde im Rahmen des Seminars zu religiöser Vielfalt, welches gestern im Hauptsitz der SDH in Brasília stattfand, gefeiert.

Bei dieser Gelegenheit wurde ebenso eine Kampagne zum Kampf gegen religiöse Interoleranz, mit dem Solgan „Demokratie, Frieden, Religion – Respektiere“ (Democracia, Paz, Religião – Respeite), gestartet.

Das Komitee nimmt sich der Aufgabe an, Methoden, Strategien und Erkenntnistheorien für den Dialog zwischen nicht-religiösen und religiösen Menschen sowie zwischen den Vertretern verschiedener Religionen zu entwickeln. Ziel sei es, religiöse Persönlichkeiten zu Friedensstiftern und Vertretern von Recht und Bürgerrechten zu entwickeln, die als Unterstützer in der Überwindung von religiöser Intoleranz fungieren können.

Die Intoleranz sei das Nicht-Akzeptieren des Anderen, so die Koordinatorin für religiöse Vielfalt der SDH, Marga Ströher. Ihrer Meinung nach, startete Brasilien mit dem Konzept einer homogenen Gesellschaft, die Vielfalt missachtete, und in welcher sich die Kultur, die durch Religion geformt worden war, als universelle Kultur im brasilianischen Geschichtsverlauf verstand.

Das Seminar wurde von der Staatssekretärin für Verbreitung der Menschenrechte des SDH, Nadine Borges, eröffnet. Weitere inhaltliche Beiträge leisteten unter anderem Edna Roland, Berichterstatterin der Internationalen Konferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Xenophobie und Intoleranz. Auch der Forscher Clemildo Anacleto da Silva des Methodischen Universitätszentrums des Südens (Centro Universitário Metodista Sul) sprach über den Kampf gegen religiöse Intoleranz im brasilianischen Kontext. (jv)