Zukünftige Drohnen im Einsatz gegen Sklavenarbeit. / Copyright: Wikimedia Commons, Halftermeyer Zukünftig Drohnen im Einsatz gegen Sklavenarbeit. / Copyright: WikiCommons Halftermeyer

Das brasilianische Arbeitsministerium plant im Kampf gegen Sklavenarbeit den Einsatz von Drohnen. Laut Medienberichten wird das Ministerium ab August Drohnen einsetzen, um so besser die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft kontrollieren zu können. Auf diesem Weg soll insbesondere in abgelegenen ländlichen Regionen gegen Sklavenarbeit vorgegangen werden, berichtet die Zeitung O Estado de S. Paulo.

Wie das Ministerium am Donnerstag (22.7.) auf seiner Internetseite mitteilte, kommen vorerst sechs Drohnen zum Einsatz. Für den Betrieb werden Fahnder der Steuerbehörde zuständig sein. „Die Drohne ersetzen nicht die Fahnder vor Ort. Doch ist sie nützlich, wenn wir beispielsweise vor verschlossenen Plantagentoren stehen. Auch wird sie wichtig sein, um Fischerboote zu orten oder bei der Überprüfung großer Baustellen“, erklärte Bruno Barcia Lopes, Koordinator der ländlichen Steuerbehörde von Rio de Janeiro (Fiscalização Rural da Superintendência Regional do Trabalho e Emprego no Rio).

Eine Drohne wird auch der Bundesverkehrspolizei übergeben. Einzelne Polizisten, die verdächtige Arbeitsstellen gemeinschaftlich kontrollieren, werden ebenfalls für die Bedienung von Drohnen trainiert. Die Drohnen haben eine Reichweite von zwei Kilometern und 70 Meter Höhe.

Seit Jahren engagiert sich Brasilien im Kampf gegen Sklavenarbeit. Im Gegensatz zur weltweiten Entwicklung sind es in Brasilien eher erwachsene Männer, die von Sklaverei betroffen sind, wie Luiz Machado, Koordinator der staatlichen Arbeitsgruppe gegen Sklaverei bestätigt. Die Männer kommen aus armen, kaum entwickelten Regionen und suchen in anderen Bundesstaaten nach Arbeit (BrasilNews berichtete, 11.11.2014). (ms)

Quelle: O Estado de S. Paulo