Das brasilianische Sportministerium verteidigt die Wahl Brasiliens als Gastgeberland der Fußball-WM 2014 / Copyright:  Copa do mundo 2014
Das brasilianische Sportministerium verteidigt die Wahl Brasiliens als Gastgeberland der Fußball-WM 2014 / Copyright:  Copa do mundo 2014

Das brasilianische Sportministerium verteidigt die Wahl Brasiliens als Gastgeberland der Fußball-WM 2014 / Copyright: Copa do mundo 2014

Das brasilianische Sportministerium reagierte gestern (18.07.) auf die Kritiken des Präsidenten der FIFA, Joseph Blatter, dass es hinsichtlich der derzeit im Land stattfindenden Proteste vielleicht ein Fehler gewesen sei, Brasilien als Gastgeber der Fußball-WM 2014 auszuwählen. „Der Erfolg des Confed-Cups bestätigt, dass es richtig war, Brasilien als Gastgeber der Fußball-WM zu ernennen. Was die Demonstrationen betrifft, so ist Brasilien ein demokratisches Land, das seinem Volk vollkommene Meinungsäußerung gewährleistet“, so eine Sprecherin des Sportministeriums.

Laut Blatter seien die Demonstrationen dennoch besorgniserregend. Besonders wenn sie erneut während der Fußball-WM auftreten, sehe er diese in Gefahr. Im September wolle Blatter mit der Präsidentin Dilma Rousseff über die Angelegenheit sprechen.

Während des Confed-Cups im vergangenen Monat fanden in einigen Städten, in denen auch Spiele der Fußball-WM ausgetragen werden, Proteste statt, wie in Belo Horizonte, Brasília, Fortaleza, Rio de Janeiro und Salvador. In letzterer Stadt wurde sogar der FIFA-Bus attackiert. Die Demonstranten waren nicht mit den Ausgaben der Regierung einverstanden, die zur Vorbereitung der WM geplant sind. Auch die Anforderungen der FIFA hielten sie für zu hoch. Laut offiziellen Zahlen werden 25 Milliarden Reais (ca. 8,6 Milliarden Euro) in den Bau oder Umbau von Flughäfen, Stadien und neuen Transportsystemen investiert.

Brasilien wurde im Oktober 2007 zum Gastgeberland der Sportveranstaltung erwählt. Die WM wird in folgenden Städten ausgetragen: Belo Horizonte, Brasília, Cuiabá, Curitiba, Fortaleza, Manaus, Natal, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro, Salvador und São Paulo. (ds)