Die brasilianische Miolo Weingruppe plant stärkere Internationalisierung / Copyright: Miolo Wine Group

Die brasilianische Miolo Weingruppe plant stärkere Internationalisierung / Copyright: Miolo Wine Group

Die brasilianische Miolo Weingruppe hat jetzt eine Fusion mit den ebenfalls brasilianischen Weinunternehmen Randon und Lovara finalisiert. Das Unternehmen kündigte die Gründung der Miolo Wines S/A an, die die Muttergesellschaft aller Unternehmen der Gruppe sein und die Anteile der Familien Miolo, Randon und Benedetti Tecchio halten wird.

Nach Angaben des Unternehmens ist eines der Hauptziele der Fusion, die Gruppe zu stärken und damit die Verbreitung von Miolo-Produkten in internationalen Märkten zu erhöhen. Im Jahr 2020 sollen 30% der Produktion für den Export bestimmt sein. Auch Deutschland gehört zu den Zielregionen.

Nach Adriano Miolo, Direktor der Gruppe, wird die Fusion eine Reihe von Synergien in Finanzfragen, bei Steuerthemen, in der Produktion sowie hinsichtlich des Auftretens am Markt und des Portfolios bringen. „Die Gruppe wird drei starke Marken haben: Miolo wird sich noch deutlicher als Premium-Wein positionieren, Terranova wird sich mit jungem und innovativen Konzept darstellen und das Konzept der Marke Almadén basiert auf einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis“, sagt Miolo.

Zu der in privater Hand befindlichen Gruppe gehören vier Produktionsstandorte in drei brasilianischen Regionen: das Weingut Miolo (Vale dos Vinhedos, Bundesstaat Rio Grande do Sul), das Projekt Seival Estate und das Weingut Almadén (beide in Campanha, Rio Grande do Sul) sowie das Weingut Ouro Verde (Vale do São Francisco, Bahía); darüber hinaus gibt es noch den Vermarktungsarm der Miolo Weingruppe.

Bis 2020 will die Gruppe einen Jahresumsatz von 500 Millionen Reais (rund 211 Millionen Euro) erzielen, seine Position als brasilianischer Marktführer in der Herstellung von Qualitätsweinen und Schaumweinen festigen und zu den drei größten Produzenten von Weinen in Südamerika gehören. Das Unternehmen plant, 20 Millionen Liter Wein und Schaumwein pro Jahr zu produzieren und zu vertreiben.

Das neue Wein-Unternehmen verfügt über 1.200 Hektar Rebfläche und produziert zur Zeit zwölf Millionen Liter Weine und Schaumweine sowie 300.000 Liter Schnaps und beschäftigt über 650 Mitarbeiter. Der prognostizierte Umsatz für 2011 liegt bei 120 Millionen Reais (ca. 51 Millionen Euro).

„Ich glaube fest an das Wein-Geschäft in Brasilien. Das ist immer noch eine sehr junge Industrie und die Unternehmen müssen stark und gut vorbereitet sein, um ein Wachstum zu realisieren, das sich gegen die zukünftigen Herausforderungen im Markt behaupten kann“, sagt Raul Randon, ein Mitglied des Aufsichtsrates von Miolo. (tfb)