Die Streikenden fordern unter anderem die pünktliche Zahlung des Wohngeldes im Ausland. / Copyright: Wikimedia Commons, A C Moraes

Beim Streik der Mitarbeiter des Ministeriums für Außenbeziehungen, der am Dienstag (12.3) in Brasilien und im Ausland begonnen hat, geht es um die pünktliche Zahlung von Wohngeld im Ausland und eine Lohnerhöhungen von Büroassistenten, Diplomaten und Beamte im Außenministerium. Botschaften und Konsulate im Ausland mit Zeitzone vor Brasilien, in Afrika, Asien, Europa und Ozeanien haben den Streik begonnen.

Um den Umfang der Bewegung abzuschätzen, hat die Präsidentin der Bundesgewerkschaft der Mitarbeiter des Ministeriums für Außenbeziehungen, Sandra Maria Nepomuceno, eine Sitzung einberufen, um über die Aktionen der Streikenden zu diskutieren, sowie über den Fortgang der Arbeitsniederlegungen und das Ergebnis des Treffens in Brasília am Vortag zwischen der Gewerkschaft und der Abteilung für Außendienste des Außenministeriums.

Weitere Forderungen der Gewerkschaft sind die automatische Ausstellung eines Diplomatenpasses für alle Mitglieder des brasilianischen Auslandsdienstes, was nicht die Assistenten des Außenministeriums betrifft; sowie Regeln für den konsularischen und diplomatischen Bereitschaftsdienst sowie der Kommunikationsabteilungen im Ausland, die bislang keine Regelung zur Kompensation dieser geleisteten Arbeitszeiten haben.

Die Vorsitzende des Außenministeriums Ivana Lima trat dem Ministerium 2007 bei und lebt seit einem Jahr und acht Monaten in Atlanta. Sie nahm an der Streikbewegung teil und erklärte, wie die Unregelmäßigkeiten bei den Mietzahlungen ihr Haushaltsbudget beeinträchtigt. Laut Lima liegt ihre Miete bei drei Vierteln ihres Nettogehalts. „Verspätete Zahlungen von einem oder zwei Monaten gab es schon vorher, aber seit August 2014 kam es zu Zahlungsverzögerungen von drei oder vier Monaten“, so Lima. Sie habe auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen, um sich nicht mit den Mietzahlungen zu verspäten. „Wir leben im roten Bereich und können nicht planen.“ Lima ist verheiratet und hat einen Sohn. (ls)

Quelle: Agência Brasil